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Vierter Band.
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Achtes Kapitel: Spanien.

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Ordnung gesichert sei. Aber diese Ordnung war doch nur so lange wirklichIlcher, als die Armee dem „Präsidenten der Republik" zur Seite stand.

Die größte Schwierigkeit bestand in der Niederwerfung der Kar listen. Gegen diese KarlistenUtzte Serrano alle Kräfte aufbieten und konnte daher zur Heilung der inneren Schäden^ wenig beitragen. Trotz aller Beschwerden der Madrider Regierung über die völker-eHtswidrige Begünstigung des in Pan weilenden Prätendenten wurden die Karlisten vonFrankreich her unterstützt und dadurch immer verwegener. Erst im April und Mai errangen die^ vEikaner unter dem Marschall Concha und dem General Laserna einige Vorteile, sok Serrano und Topete als Sieger in Portugalete und das vielumstrittene Bilbao einziehenUnten. Bei diesen Kämpfen fiel ein deutscher Berichterstatter, der ehemalige preußischevauptinann Schmidt, in die Hände der Karlisten und wurde, obwohl er keine Waffen^. Juni 1874ka lührte, auf ausdrücklichen Befehl des Don Carlos erschossen. Da der deutsche Reichs-^ nicht eine unmittelbare Genugtuung nehmen konnte, auch die beiden zur Verhinderung„-.Zufuhr in den spanischen Gewässern kreuzenden deutschen Kanonenboote „Nautilus" und» watros" nicht viel ausrichteten — den Aufständischen standen ja die Landwege nach^^"Ereich offen —, so suchte er die Regierung in Madrid durch einen moralischen Beistand

heben, indem er die öffentliche Anerkennung Serranos aussprach. Da außer Rußland M- Juliqns Europäischen Staaten dem Beispiele Deutschlands folgten, so sah sich auch der französischeElster Decazes genötigt, der bisherigen Unterstützung der Karlisten engere Grenzen zu ziehen.

^ In Spanien jedoch waren die Zustände nicht derart, daß der repu-"kanischen Regierung durch moralische Mittel von außen aufzuhelfen ge-kßn wäre. Mehr und mehr gewann bei der Armee der Gedanke einersinfonischen Restauration Raum. Und auch dieser Staatsstreich vollzogohne revolutionäre Bewegung, vielleicht mit geheimer Zustimmungkiranos. Am 30. Dezember erhob General Martine; Campos mM. Z>-z.i874curviedo, der alten Römerstadt Sagunt, die monarchische Fahne undAlsons XII., der damals bei seiner Mutter Jsabella in Paris. bUte, zum König aus. Dem Pronunciamiento der Armee im Osten4 *" sofort Stadt und Provinz Valencia bei; bald folgten das Heer inMitte des Landes unter Jovellar und die Besatzungstruppen vonPr l Primo de Rivera. Die Minister legten unter öffentlichem

wi gegen den Staatsstreich ihr Amt nieder, eine neue Regierungrde gebildet unter dem Vorsitze CänovasdelCastillo, und während^ ^tzo sich nach Frankreich begab, landete der junge König in Valencia" hielt dann seinen Einzug in Madrid,des ^ ^ 1 « Das konstitutionelle,Königtum. Die wichtigste Aufgabe

s neuen Königs war die Beendigung des Karlistenkrieges. Denn so-dev^n Carlos, der außer Biskaya und Navarra einen großen Teilin r. ^^Haften im Norden des Ebro mit der Bergfestung Sao de Urgeld 'Awr Gewalt hatte, seine agitatorischen Wühlereien fortsetzte und, vonw „Meisten und Reaktionären aller Länder unterstützt, vom biskayischenhalt ^ f die Nähe des Mittelmeeres beträchtliche Streitkräfte zu unter-em ^ vermochte, war die Aufrichtung eines in gesetzlichen Formen sichAgenden Staatslebens nicht möglich.

Valev^^9 "ahn: denn auch bald einen guten Fortgang. Katalonien undund sv" *hufen von den Insurgenten gesäubert, die Festungen Sao de Urgeluuck "li^mia mußten sich ergeben, Pampelona wurde entsetzt, und endlich wurde^ri»n ^bstung Estelle, der starke Stützpunkt der Karlisten, durch Generaldamit ^ ^ Rivera zur Ergebung auf Gnade und Ungnade gezwungen undd^ « s ganzen Insurrektion ein Ende bereitet. Don Carlos überschritt mitWterv, e girier Anhänger die französische Grenze, wo man sie entwaffnete undseinen Prätendent begab sich nach England; sein Bruder Alfonso nahm

hinterl: Aufenthalt in Graz in Steiermark. Der vierjährige Bürgerkrieg aberbtz als traurige Erbschaft eine zerrüttete Finanzlage und Kreditlosigkeit,

14. Jan. 1875

Alfons XII.1874—1885

KarlistenW. Aug. 187524. Nov.18751S.F-br.187S

W.Fsbr. 187«