Erstes Kapitel: Die internationalen Fragen.
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Und der Schweiz, Frankreich mit der Schweiz und Spanien, Spanien mitPortugal abgeschlossen haben. Trotz aller Friedensbestrebungen sind indesKonflikte ausgebrochen, aber sie sind dadurch doch lokalisiert.
2. Die orientalische Frage.
8 374« Armenien und Kreta. Zu einem Einschreiten der Groß- Ar,»-»:-»Ulächw führten die Vorgänge in Armenien.
m . In dem Berliner Vertrage vom Jahre 1878 (§ 338) hatte sich die türkischeAegrerung verpflichtet, die christlichen Armenier gegen Tscherkessen und Kurden zuIchützen und von Zeit zu Zeit die hier getroffenen Schutzmaßregeln zur Kenntnis-tt Mächte bringen. Es geschah aber nichts; und so brachen wiederholt Auf-ltznde der Armenier aus, die 1894 eine bedenkliche Wendung nahmen, als in,'UEtn Kampfe zwischen christlichen Armeniern und muselmännischen Kurden dieattischen Behörden für die Kurden Partei ergriffen. Als entsetzliche Grausam-^ten gemeldet wurden, mischte sich England ein und verlangte, zusammen mit n. Mai i 8 ssWand und Frankreich, die beide an der Lösung der orientalischen Fragett Meisten interessiert sind, von der Pforte Reformen. Ehe aber diese Ver-j U^ungen abgeschlossen waren, kam es durch den Fanatismus der MohammedanerKonstantinopel zu einem furchtbaren Gemetzel unter den dort lebenden Armeniern; 3o.Sept.1s95"Uch in Trapezunt, Erzerum, Siwas, Biblis und in anderen Orten wurden die. ^haßten Armenier blutig verfolgt. Nun schloß sich den drei Mächten auchbr europäische Dreibund an; man einigte sich, gemeinsam vorzugehen, und gaben Federungen durch Ansammlung von Geschwadern in den türkischen Ge-istern den nötigen Nachdruck. Doch da die Pforte nur sehr zögernd undsm Schein Reformen vornahm, unternahmen die Armenier, um die Mächte zuji^Ein Vorgehen anzuspornen, einen Handstreich auf die Ottomanische Bank.Konstantinopel, der zu einer entsetzlichen Metzelei führte. Als darauf diedachte Schiffe vor Konstantinopel verstärkten, gab die Pforte endlich nach undi^stEgte neue Reformen, so u. a. den Erlaß einer allgemeinen Amnestie, eineÜberwachung des türkischen Pöbels, die Absetzung der schuldigen Beamten,
H konnte die Ruhe nicht dauernd hergestellt werden.
L. ^ Außer den armenischen Unruhen beschäftigten die kretischen Ver-ktnisse unausgesetzt die europäischen Mächte.
H In dem Frieden zu Berlin hatte sich die Türkei auch in betreff Kretas zury Abführung geeigneter Reformen verpflichtet, und durch das ÜbereinkommenHalepa waren die Ernennung eines von den Großmächten bestätigten christ-
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Gouverneurs, die Beschränkung der türkischen Besatzungen auf die festenund Reformen in der Verwaltung festgesetzt worden. Aber die Durch-
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ruk*""b derselben gelang nicht, und so kam es im Frühjahr 1889 zu neuen Un-^ mit Waffengewalt niedergeschlagen, zu einer Verkürzung dieser Zu-Hist^dnifse führten. Deshalb erhoben sich im Mai 1896 die Griechen imdie Insel von neuem und bedrohten unter Mord und Plünderung
Ghainmedaner sogar in den Hafenstädten. Die Macht der KriegsschiffeNicki ds, Frankreichs, Rußlands, Österreichs, Italiens und Deutschlands reichtenusa um den Aufstand zu dämpfen. Auch konnten sie die von Griechenlanddgz"Ä^ude Unterstützung der Rebellen nicht hindern. Hier brannte nämlichland E vor Verlangen, Kreta von der Türkei loszureißen und mit Griechen-M vereinigen; in Kreta selbst war von den Aufständischen diese Ver-östng schon am 9. Februar 1897 verkündet worden.
^ König Georg von Griechenland konnte diesem Drängen seines VolkesVws widerstehen und ließ trotz der Warnungen der Großmächte den Oberststvs in Kreta landen und die Insel in seinem Namen in Besitz nehmen.>er Schritt drohte einen allgemeinen Krieg auf der Balkanhalbinsel zu
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