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Vierter Band.
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Neuntes Buch: Die Zeit der neuen Weltpolitik und Weltwirtschaft.

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entzünden. Aber sämtliche Großmächte des Festlandes waren einig, einensolchen zu verhindern; nur England glaubte diese Gelegenheit benutzen zukönnen, um Rußland Schwierigkeiten zu bereiten und es von feinernVordringen in Asien (K 394) abzuhalten. So wies es den von derdeutschen Regierung ausgehenden Vorschlag ab, durch eine Blockade dergriechischen Häfen die griechischen Einmischungen lahmzulegen. DrenUneinigkeit der Mächte ermutigte die Griechen zu weiterem Vorgehe^Sie verwarfen die von denselben getroffene und von dem Sultani8.M«rzi8S7 genommene Vereinbarung, daß Kreta allerdings nicht mit Griechenla"vereinigt werden, aber unter der Vorbedingung der Abberufung dergriechischen Truppen eine autonome Stellung unter der Suzeränität desSultans erhalten sollte, und trafen Anstalten zu einem Kriege mit derPforte, indem sie sofort ihre Streitkräfte unter dem Befehl des Kron-prinzen Konstantin nach Larissa, wenige Meilen von der türkischen Grenze'vorschoben. Als dann die Griechen trotz aller Warnungen der ME,i8. April Grenze überschritten, erfolgte die Kriegserklärung der Türke'-

?Ärkilch^ Anstatt aber alle Kräfte in Thessalien zn sammeln und durch ihre den Türken we^

Krieg überlegene Flotte Saloniki zu nehmen, die Verbindungslinie der türkischen Armee zureißen und den Aufstand nach Mazedonien zu verpflanzen, schwächten die GriechenHauptarmee durch Entsendungen nach Epirus und zersplitterten die Flotte in un»u?Angriffen auf einzelne Küstenbefestigungen. So wurden sie trotz tapferer Gegenwehr v18 . April— dem türkischen Feldherrn Edhem Pascha in mehreren Gefechten, zuletzt bei Gribowo u' Domokos, gezwungen, Thessalien zu räumen. Den Türken stand der Marsch nach Athen offNun lenkte der König trotz der Volksproteste ein; er rief Vassos ausKreta zurück, stellte Griechenland bedingungslos unter den Schutz ^Großmächte und versprach, alle von den Mächten zu treffenden Bestimmungi8. Mai anzuerkennen. So wurde ein Waffenstillstand abgeschlossen, dann "i8. Sept. Friedenspräliminarien und der Friede zu Konstantinopel unter d4. De,. Bedingungen unterzeichnet, daß Kreta autonom sein. Griechenland eine KrU(!entschädigung zahlen sollte, und an der thessalischen Nordgrenze GrEberichtigungen zugunsten Griechenlands vorgenommen werden sollten. "4,

Athen wurde eine europäische Kommission zur Überwachung der

durch

Äreta

autonom

den Krieg vollends zerrütteten griechischen Finanzen gebildet, umInteressen der fremden Gläubiger zu sichern. Die griechischen Truppen veließen Kreta; aber auch die türkischen Truppen mußten nach der 04. Ort. IM Mrung der Autonomie auf die energische Forderung der vier Grobmächte Rußland, England, Frankreich und Italien die Insel räume 'Deutschland und Österreich hatten schon im Frühjahr 1898 ihre Strekräfte abberufen, da sie dem Sultan den neuen Gouverneur nicht aufdrängwollten. Am 4. November wurde dann die neue Verfassung bekannt gmacht und gegen den Einspruch des Sultans der Prinz Georg bGriechenland zum Oberkommissar von Kreta ernannt, der21. Dezember 1898 das Amt übernahm. Damit war schließlich doch ^ ^Verbindung mit Griechenland hergestellt, die den Wunsch der Einverleibn -eher gestärkt als geschwächt hat.

3. Der ferne Osten.

§ 375. China. Je ruhiger verhältnismäßig die orientalische Magbehandelt wurde, um so mehr trat die ostasiatische in dengrund. Wir haben gesehen, wie durch die Kämpfe mit England und Mareich (Z 150, 357) den europäischen Völkern allmählich der E'Ng