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Vierter Band.
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8 899. Drittes Kapitel: Die Moderne (Literatur Deutschlands, Kunst Europas). 817

Frau mit Ziegen (Münchener Pinakothek), Netzeflickerinnen (Hamburger Kunsthalle) 1887,Flachsspinnerinnen (Nationalgalerie in Berlin), Münchener Bierkonzert, Amsterdamer Hofdes Waisenhauses, Altmünnerhaus, Schäferin, Holländische Dorfstraße, Schreitender Bauer(Königsberg), Badende Jungen, In den Dünen (Leipzig); Bildnisse: Mrchow, Meunier,Corinth, Gerhart Hauptmann, Fontäne; Radierungen: Hirtenmädchen in der Düne.3u den entschiedensten Vorkämpfern der modernen Richtung zählen Starbina, Herrmannhnd Leistikow. Franz Skarbina malt Pariser und Berliner Straßenszenen und Volksthpen'u OI, Pastell und Aquarell: Spitzenklöpplerinnen in Brügge (Nationalgalerie in Berlin).Hugo Vogel studierte bei E. v. Gebhardt, W. Sohn in Düsseldorf und Leftbbre in Paris(Historienbilder in den Museen von Hamburg und Hannover, im Berliner Rathaus und"u Ständehaus in Merseburg, Bildnisse, Freilichtstudien). Hans Herrmann, SchülerCiussows (S. 813) und Dückers (S. 816), ist ein Meister der Luftperspektive (Alte holländischeStadt, Dresdner Galerie). Walter Leistikow, Schüler Endes in Berlin, malt großzügige,frische Landschaftsbilder, in denen Form und Farbe größte Schlichtheit und Klarheit vereinigenUnd die deshalb wie stilisiert erscheinen (Grunewaldbilder, dekorative Entwürfe für kunstgewerb-uche Zwecke). Hans Baluschek entwickelte sich zum Maler des großstädtischen Proletariats,^rinhold Lepsius, Schüler von Löfftz und Lenbach, malt Bildnisse von feingestimmtemKolorit: Ernst Curtius, Rudolf v. Gneist (Berlin, Nationalgalerie). Unter den Marinemalernfreien hervor: Karl Saltzmann, der ständige Begleiter des deutschen Kaisers auf dessenHeerfahrten (Einfahrt in den Hafen von Kolüerg, im Besitz des Kaisers; eine Manöverfahrt,Breslauer Museum; In der Magelhansstraße, „Prinz Adalbert" im Taifun, Gefunden, Imstillen Ozean) und Hans Bohrdt, der nach ausgedehnten Studienreisen (1877—1886) durchEuropa, nach den Westafrikanischen Inseln, durch ganz Amerika und nach den Südseeinselnrme große Anzahl von Seestücken produzierte. Der Leipziger Hermann Prell, Schüler vonGrosse und Gussow, schafft dekorative Monumentalbilder: Fresken im Architektenhause in Berlin,ui den Rathäusern zu Worms, Hildesheim, Danzig, im Breslauer Museum, im Thronsaal des-llalazzo Caffarelli in Rom und im Albertinum in Dresden; Ölgemälde: Judas Jscharioth(Dresdner Galerie), Ruhe auf der Flucht (Breslauer Museum); Skulpturen: Venus, Prometheus.

Bruno Piglhein, Schüler von Pauwels und Diez, darf als Vorläufer der Münch-ner Impressionisten angesehen werden. Nach einer Reise nach Palästina malt er das (späterverbrannte) kühne Panorama der Kreuzigung, die Grablegung Christi in der MünchnerPinakothek, das Kreuzigungsbild ö-loritur in I)eo, (in der Berliner Nationalgalerie),die Blinde, Dina; ferner treffliche Bildnisse (Familie Krupp), pikante Pastelle (Oor^s^astsls): Pierrette, Pschütt, Danseuse, Idylle vom Mädchen mit dem Hunde. Der SachseFritz v. Uhde betrat, nach kurzem künstlerischem Studium in Dresden, die militärische Lauf-bahn, nahm als Offizier am siebziger Kriege teil und widmete sich von 1877 wieder derMalerei, in der er sich in Paris, unter Munkäcsy, und in Holland (1882) weiter aus-bildete. Seine früheren Bilder (Familienkonzert, davon Radierung Krauskopfs, 1881Gelehrte Hunde, 1880 die Chanteuse, 1883 der Leierkastenmann, Trommlerübung) er-scheinen noch genrehaft gefällig. Später aber wendet er sich ganz zur Natur und gibt inInnen bahnbrechenden Hauptwerken biblische Darstellungen und Familienszenen voll herberInnigkeit: 1884 Lasset die Kindlein zu mir kommen (Leipzig, Museum), die Jünger vonf-mmaus, 1885 Komm, Herr Jesu, sei unser Gast (Berlin, Nationalgalerie), 1886 Abend-mahl, Bergpredigt, Heilige Nacht (Dresden), Verkündung bei den Hirten, Flucht nachÄgypten, kisoli ms tauAgrs, die heiligen drei Könige, die drei Weisen, 1895 Um Christiock, Grablegung, Predigt am See, Abschied des Tobias (Wien), Kinderprozession; Bildnisse:lax Liebermann, Selbstporträt. Walter Firle, vortrefflich geschult unter Gabi und Löfftz,I eine künstlerische Proteusnatur von glücklichein Anpassungsvermögen: Morgenandachtd flEändischen Waisenhause (Berlin, Nationalgalerie), Genesung (Magdeburg, Museum),s?» . "übe (Tripthchon, Leipziger Museum). Paul Höcker arbeitete unter Diez und erwarbin? Hastand und Italien die koloristische Meisterschaft, durch die sich seine auch inhaltlichdi ^E^enden Gemälde auszeichnen (Ave Maria, in der Münchener Pinakothek, die Nonne,mE Wundmale). Hugo v. BartelS schildert das Leben der Fischer und das stürmischeser sowohl in Ölgemälden, als in vorzüglichen Aquarellen (Schlepper im Sturm). Heinrich8el, der sich in Paris, Holland und Belgien vervollkommnete, malt Rinder und Schafe,schild mit erstaunlicher Wahrheit (Zur Herbstzeit, 1892). Viktor Weishaupt

Male ' satten und warmen Farben Tiere in kraftvoller Bewegung. Auch die Geschichts-stebt o?», Abfolge Peter Janssens (S. 815) gehen zu den Pleinairisten über; an der SpitzeChor s ^ Kampf, Schüler E. v. Gebhardts, jetzt Professor an der Berliner Akademie: DerProtze Leuthen, das Kosakenopfer, Rede Friedrichs des Großen an seine Generale,^ilor Steffens begeistert zur Volkserhebung, Volksopser 1818, Kaiser Wilhelm der Ersteb er-Bald am us, Weltgeschichte. 21. Ausl. IV. 52

Skarbinageb. 1849

H. Vogelgeb. 1855

Herrmanngeb. 1858

Leistikowgeb. 1865

Baluichetgeb. 1870Lepsiusgeb. 1857Saltzmanngeb. 1847

Bohrdtgeb. 1857

Prellgeb. 1854

Piglhein

1848—1894

v. Uhdegeb. 1848

Fielegeb. 185g

Höckergeb. 1854

v. Bartelsgeb. 1856

Zügelgeb. 185aWeishaupt1818-1905

A. Kampsgeb. 1884