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Erster Band.
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Zweites Buch: Griechische Geschichte.

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Vorhanden, in denen Giganten ungeheure Felsblöcke, die durch ihre eigene Lastsich im Gleichgewicht erhalten, aufeinander getürmt zu haben scheinen.Maüerwwk^tm nennt diese formlose Art zu bauen noch heute kyklopisches Mauerwerk.auerwe ^ Innern der Mauern laufen Galerien, deren Zweck entweder war, die Ver-teidiger zu schirmen oder ein feuerfestes Magazin für die Vorräte darzustellen.Auf diesem ungeheuren Fundamente erhob sich die aus Backsteinen hergestellteKönigsburg selbst, an die sich dann eine Unterstadt anschloß, die von der BurgMykmä beschirmt ward. — Noch gewaltiger sind die Ruinen von Mykenä selbst, dassich, auf einem weithin sichtbaren Hügel erhob, der zugleich als Lugaus fürdas Meer dienen konnte und die Straße beherrschte, die von Argos und Tirynsüber das Gebirge nach Korinth führt. Hier erkennt man schon einen Fort-schritt. Zwischen regelmäßig behauenen Blöcken, die zu hohen Mauern vereintsind, zieht der Weg bergan bis zu dem berühmten „Löwenthor", das so vieleJahre lang den Ausgangspunkt jeder Betrachtung der griechischen Kunst bildete;es ist geschmückt mit zwei gewaltigen stehenden Löwinnen, die, vermutlich alsWappentiere, den Eingang zu dem Herrscherpalast schützen sollten. Dahinter er-hob sich eine gewaltige Königsburg, die leider den Stürmen der Zeit wenigergut getrotzt hat als Tiryns. Aber ihre Anlage ist noch recht Wohl zu erkennen;sie erscheint nicht wie eine Sultanswohnung, abgeschlossen und eine Welt fürsich sondern dem Verkehr zugewandt und dem Volke zugänglich, wie es demSchacht- hellenischen Charakter entspricht. Im Jnnenraum dieser Burg befanden sichdie berühmten Schachtgräber, denen ungeheure Schätze an Gold und Silberentstiegen sind, umgeben von einem heiligen Steinring, wie das Stonehenge inEngland, in der Grasschaft Devonshire, und die Cromlechs in keltischen Ländern;6upp°i- sie sind Wohl weit älter als die gewaltigen Kupp elgräber, die wir außerhalbdes Burgringes finden, und von denen das größte und besterhaltene schon imAltertum den Namen „Schatzhaus des Atreus" führte. Diese sind entweder auskhklopischen Steinen, ohne Bindematerial, aufgeführt und bringen, da den da-maligen Architekten der Wölbungsbau noch unbekannt war, die sogenannteKuppel nur durch Übertragungen heraus; das Ganze wurde dann mit Erde über-schüttet und nahm so die Form des Tumulus an. Oder es wurde auch einsolcher Bau in den Felsen hineingetrieben und ähnlich gestaltet wie das srei-erbaute Grab. Der große gekuppelte Raum diente als Opferstätte und warreligiösen Gebräuchen geheiligt, während die Leichen in einer NebenkammerPlatz fanden. Außer den Gräbern in Mykenä giebt es solcher, später ge-wöhnlich Schatzhäuser genannter, Kuppelgräber noch eine ganze Anzahl in Ost-griechenland, und ähnliche Bauten finden sich auch auf Sardinien (Nurhags),den Balearischen Inseln und Cosshra (Pantelleria). Großes Aufsehen erregenganz neuerdings die Ausgrabungen, die auf Kreta den sogenannten Palastdes Minos bei der alten Königsstadt Knossos zu Tage gefördert haben;nach den Fundberichten hat man es hier ebenfalls mit gewaltigen Bauresteneines Palastes der mykenischen Zeit zu thun. Die darin gefundenen Alter-tümer gehören zum Besten, was die mykenische Kultur hervorgebracht hat.der"m*le- Alle diese gewaltigen Bauten uralter Zeit zeigen in ihrer ArchitektonikNischen ' durchaus nichts, was auf orientalische Einflüsse hindeuten könnte. Aber um soKultur si^rer weisen die zahllosen Funde der Kleinkunst darauf hin. Wenn die obennur kurz erwähnte trojanische Periode noch ganz der sogenannten Steinzeitangehörte, so befinden wir uns in Tiryns und Mykenä in der Blüte derBronzezeit. Kupfer kam den Westländern von den reichen Gruben aus Kypros;Gold und Silber fanden jene vorhistorischen Bewohner von Hellas in ihremeigenen Lande und wußten dessen Besitz schon früh zu schätzen. Zeugnis davonlegen ab die zahllosen, oft künstlerisch geschmackvollen Gegenstände, die ausTroja, Orchomenos- und den beiden argivischen Burgen auf uns gekommen sind.Gerade diese Gegenstände aber zeigen so deutlich orientalischen Geschmack, daßman selbst ohne die Gemmen mit Amenhoteps III. Hieroglyphen klar sehen