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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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und Wirtschaftlicher Hinsicht der Grund zu den Zwistigkeiten, die die nächsteEpoche ausfüllen. Die wirtschaftlichen Jnteressenkämpfe traten gegenderen Ende immer schärfer hervor und brachten zunächst die Dorier undÄolier zu einem Verteidigungsbund gegenüber der attisch-delischen Koalitionund schließlich zum erbitterten Kamps gegen die letztere (§ 97, 103).Az°wNchE Nach diesem Vorblick auf die Bedeutung der persisch-griechischenP°rsim unbMinpfe kehren wir nun zu deren Ansängen zurück. Durch die llnter-asiatischsn werfnng der griechischen Kolonien auf der Küste Kleinasiens unter KyrosHellenen die Eroberung Thrakiens unter Dareios (Z 54) waren
die Perser mit der griechischen Welt in mehrfache Berührung gekommen,die bald feindselige Reibungen herbeiführen mußte. Jahrelang begnügtensich die persischen Könige mit einem losen Abhängigkeitsverhältnis derkleinasiatischen Griechen. Erst mit Dareios kam ein schärferer Zug indie persische Verwaltung. Der Satrap von Kleinasien Oroetes, der denTyrannen Polhkrates von Samos (Z 81) beseitigt hatte, hatte es nach desKambhses Tode gewagt, sich zum selbständigen Herrscher zu erklären. Dareiosräumte ihn aus dem Wege (Z 54), und Samos, der letzte freie griechischeStaat an der kleinasiatischen Küste, wurde persisch. Das politische Lebender kleinasiatischen Griechenstädte schien vorläufig zu Ende. Zwar bliebdie Mißstimmung gegen das Joch der Barbaren, und aus dem Mutter-lande kam die Aufforderung, sich der verhaßten Fremdherrschaft zu ent-ziehen, aber die vornehmen Griechen, die von den Persern zu Fürstenin den verschiedenen Städten eingesetzt waren, hielten im Interesse ihrereignen Herrschaft ihre Landsleute in Gehorsam gegen die Perser,afiatticher Da wurde Histiäos, Fürst von Milet, angeblich zur Belohnung seinerM 0 - 4 W Verdienste, weil er auf dem skythischen Feldzug den Abbruch der Donau-Histiä-z brücke verhindert hatte (Z 54), in Wahrheit aus Mißtrauen, das derpersische Feldherr Megabazos in Dareios zu wecken gewußt hatte, nach derpersischen Hauptstadt berufen, um von nun an sein Leben am persischenHofe, überwacht von dem König und seiner Umgebung, zuzubringen. Dieswurde ihm auf die Dauer unerträglich; er bewog daher heimlich seinenAristagoras Schwiegersohn Arist agöras, der während seiner Abwesenheit sein Amtin Milet verwaltete, einen Aufstand unter den unzufriedenen Griechenzu erregen, in der Hoffnung, dadurch Gelegenheit zur Rückkehr zu erlangen.Aristagoras war um so williger dazu, als er wegen eines gescheitertenUnternehmens gegen Naxos, das er angeraten und geleitet hatte, vonden Persern Strafe fürchtete und sich durch den Stolz des Statthaltersvon Kleinasien beleidigt fühlte. Er legte seine Herrschaft feierlich niederund rief das Volk und die Flottenmannschaften zum Befreiungskämpfeauf. Bald standen Milet, wo der Geschichtschreiber Hekataeos (§ 91)in vaterländischem Sinne wirkte, indem er anfangs vor dem Aufstandwarnte, dann zur Behauptung des Meeres durch eine zahlreiche Flottemahnte, sowie die übrigen ionischen Pflanzstädte unter den Waffen. Spartaund andere mächtige Staaten des Mutterlandes wurden um Hilfe an-gegangen. Leider versäumte man dort über einem Kriege mit Argos (Z 76)den rechten Moment, um thatkräftig einzugreifen, nur Athen (welchesbesorgte, der persische Satrap Artaphrenes möchte den in seiner Näheweilenden Hippias sZ 84s wieder einsetzen) und die kleine Stadt Ere-trla auf Euböa schickten eine geringe Hilfsmacht. Zugleich benutzten dieAthener unter thätiger Beihilfe des Miltiades, damals Tyrannen der