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Zweites Buch: Griechische Geschichte.
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Thebens über die böotischen Städte für Athen ein Gegengewichtzu schaffen, und siegten durch den Übertritt der thefsalischen Reiterei in^Tanagra*der Schlacht bei Tanagra über die Athener. Mißtrauisch hatten diese«57 den Verbannten Kimon, der unter seinen Starnmesgenossen mitkämpfenwollte, aus ihren Reihen gewiesen, erkannten jedoch später, als seine altenWaffengefährten im rühmlichen Streite den Tod fanden, ihr Unrecht undriefen ihn in die Heimat zurück. Neue Erfolge Athens brachten die Ver-luste bald in Vergessenheit. Alle Vorteile, welche die Spartaner und ihreVerbündeten durch den Sieg bei Tanagra erfochten zu haben wähnten,§enoA"-'t>ereitelte Mhronides 62 Tage nachher durch die Schlacht „bei den«55 Weinbergen" (Oenophhta), in der die Athener zu Herren von Phokis,Lokris und Böotien wurden. Sie gaben der Volkspartei in diesen dreiStaaten die Herrschaft in die Hände und schlössen Freundschaft undBündnis mit ihnen. Diese Erfolge wurden dadurch gekrönt, daß dieInsel Aegina kapitulierte, Perikles die langen Mauern vollendete (Z 96)und der athenische Admiral Tolmides es wagte, mit seiner Flotte dieganze Peloponnes zu umfahren und den spartanischen Hafen Ghthion zuverbrennen. Zahlreiche neue Bundesgenossen traten dem attisch-delischenBunde bei: Athen befand sich auf dem Gipfel seiner Macht. Wäre seineEinmischung in Thessalien geglückt, so hätte es das ganze außerpelopon-nesische Griechenland unter seiner Führung vereint. Schon dachte man inAthen daran, auch auf der Peloponnes selbst entscheidenden Einfluß zugewinnen, und besetzte militärisch wichtige Punkte, um die Halbinsel zu um-klammern, wie Naupaktos, Chalkis, Megara u. a., und ihre weitausgreifendePolitik suchte zugleich Beziehungen zum ferneren Ausland, um sich währenddes unvermeidlichen Kampfes wirtschaftlich sicherzustellen.
Off-nsivs Die neue (radikale) Demokratie hielt übrigens ebenso wie die gestürzte Regierung an derPersi-n Notwendigkeit einer kraftvollen Offensive gegen die Perser fest. Eine unvergleichliche Gelegenheit465 boten dazu die Thronwirren nach dem Tode des Aerxes. Am stärksten regte sich damalsAussend Unabhängigkeitsdrang bei den Ägyptern. An der Spitze des Aufstandes der Ägypter widerÄgypten die Perser stand der Libyer Jnärös (Z 34), der mit den Athenern ein Bündnis geschlossen4W-4S5 und unter ihrem Beistaude das Land zu befreien und sich zum König zu machen gedachte.
Die Athener segelten mit der Bundesflotte von 200 Schiffen den Nil hinauf bis nachArtaxerxesMemphis, und dieser Erfolg der griechischen Waffen schreckte den König Artaxerxes I. der-maßen, daß er den Perser Megabazos mit Geld nach Lakedämon sandte, um die Peloponnesierzu einem Einfall in Attika zu bestimmen und dadurch die Athener von Ägypten abzuziehen.Als ihm dies nicht gelang, schickte der König den General Megabyzos mit einem großen HeereKapitula- ub, der die Hellenen aus Memphis (456) vertrieb und sie zuletzt auf der Insel ProsopitisAthener auf einschloß. Auf dieser belagerte er sie ein Jahr und sechs Monate, bis er durch Trocken-Proüpitis legen eines Kanals ihre Schiffe aufs Trockene setzte, den größten Teil der Insel zu Festlandmachte und die Athener zur Kapitulation zwang. Jnaros, der die ganze Unternehmungder Ägypter geleitet hatte, ward durch Verrat gefangen und gekreuzigt. Bon den Athenernsegelten kurze Zeit nachher 50 Trieren, um die früheren abzulösen, nach Ägypten undlandeten bei dem mendesischen Flußarm. Eine phönikische Flotte überfiel sie: die meistenNiederlage Schiffe wurden vernichtet, und nur wenige entrannen. Dadurch war die Hoffnung dermendesischen Athener, sich für den Fall eines pelopounesischen Krieges mit billigerem ägyptischen GetreideMündung versorgen zu können und zugleich von der persischen Überwachung am Hellespont befreit zufein, vernichtet. Dieser gewaltige Schlag, der die Athener die Blüte ihrer Mannschaftkostete, führte zunächst dazu, daß die Bundeskasse aus dem offenen Delos nach dem Tempelder Athene auf den attischen Burghügel gebracht wurde (Z 96). Mit Sparta mußte ein Frieden451 geschlossen werden, der unter der Bedingung zu stände kam, daß die Koalition mit Argos(H 98) gesprengt ward, und nun schickte man sich an, den Kampf mit Persien von neuemaufzunehmen. Kimon übernahm den Oberbefehl, beschloß, die Offensive zu ergreifen und denKrieg von neuem nach Osten zu tragen. Unter seiner Führung segelte eine athenischeBundesflotte von 200 Trieren nach der Insel KhPros. Dort ereilte den Helden vor der