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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Alpenpäffe nach Pannonien Hier stand Constantius, unterstützt von denVeteranen des Vetranio. Anfänglich war Magnentius im Vorteil, undes gelang ihm sogar, die Festungen Siscia und Sirmium zu nehmen,^ a^r in der mörderischen Schlacht von Murfa (Effek) wandte sich dasGlück. Magnentius wurde geschlagen, auf das schärfste verfolgt und gabsich schließlich, an seinem Glücke verzweifelnd, in Lyon selbst den Tod;mit ihm fand seine ganze Familie den Untergang. Damit war Con-stantius II. thatsächlich der Herr des gesamten römischen Reiches,bestellte aber bald zur Verwaltung Galliens seinen Vetter Julian (§ 264).Psrierkrieg Unter den äußeren Aufgaben seiner Regierung war die schwierigste derPerserkrieg, den ihm sein Vater hinterlassen hatte. Sapores II.wollte den schlimmen Frieden des Narses (H 259), den einst sein VaterOrmizd hatte beschwören müssen, beseitigen (§ 262), und es gelang diesemthatkräftigen Mann, solange Constantius II. lebte, die Ostgrenze des Reichesfortwährend zu beunruhigen. Gelegenheit zur Einmischung boten ihm dieVerhältnisse in Armenien, wo sich eine altheidnische Partei gegen die«42 Christen erhob und nach dem Tode des Königs Tiridates (8 261) dessen SohnChosroes verjagte. In den vieljährigen wechselvollen Kämpfen erlitten dieRömer infolge der Disziplinlosigkeit ihres Heeres öfters schwere Niederlagenl Schlacht bei Singara am Tigris 348), vermochten jedoch die Reichs-grenze am Euphrat zu behaupten. Als die Perser am weitesten vor-Mo gedrungen waren und bereits das heldenmütig verteidigte Nisibis erobern zukönnen hofften, wurden sie durch einen Einfall turanischer Nomaden inihr Stammland zurückgelenkt, zu derselben Zeit, wo Magnentius sich erhob.Nach dessen Niederwerfung ruhte der Perserkrieg mehrere Jahre, ohne daßein förmlicher Friede geschlossen worden wäre. Erst als die Feinde der PerserW8 im Osten völlig besiegt waren, zog Sapores wieder nach Westen und ver-langte, wie einst Darms (8 94), die Abtretung „Asiens bis zum Strhmon".Der Feldherr der Römer, Ursicinus, erlitt eine Niederlage nach der andernund wurde ganz und gar aus das Westuser des Euphrat gedrängt. Diefeste Stadt Amidä (Diarbekr), die von dem Geschichtschreiber AmmianusMarcellinus (Z 270) verteidigt ward, vermochte sich nur mit Mühe zuhalten. Da beschloß Constantius selbst vorzugehen; mit seinen Truppenaus den westlichen Diözesen setzte er sich in Bewegung und konzentrierteoss seine Armee um Nisibis. Sapores umging jedoch die Römer und nötigtesie dadurch zum Rückzug. Im nächsten Frühjahr beschloß Constantius,nachdem er starke Reserven herangezogen hatte, zum Angriff überzugehen,3sv obwohl er schon die Nachricht vom Abfall Julians erhalten hatte; esgelang ihm auch, Sapores aus Mesopotamien zu vertreiben und damit denPerserkrieg wieder auf eine Weile zum Stehen zu bringen; aber denruhelosen erfaßte in Cilicien ein Fieber und raffte ihn noch in den bestenJahren dahin, nachdem er sich aus dem Sterbelager am 3. November 361vom Bischof Euzoius hatte taufen lassen.
Enfluß des Unter Constantius ging der Streit der christlichen Kirche um die Wefens-tums"' gleichheit und Wesensähnlichkeit (II, 6) weiter. Constans neigte zum Arianismusund der Bischof Athanasius von Alexandreia mußte Jahre lang in der Ver-bannung in Trier leben; trotzdem gab er nicht nach und hat schließlich über dieStaatsgewalt triumphiert. Constantius war übrigens ein treuer Anhängerdes Christentums; auf ihn geht das bekannte Verbot zurück, das den An-3ss Hängern des Heidentums die Opfer und den öffentlichen Kultus untersagte.Auch wurde der christliche Priesterstand zum ersten Male dadurch anerkannt,