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Dritter Band.
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Erstes Buch: Das Zeitalter der Entdeckungen und der Reformation.

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Spanier freundlich aufgenommen, sich taufen lassen und dem spanischenKönige gehuldigt. Magellan wollte ihn zum Oberherrn der übrigenn.AprilisLi Inseln machen; bei den Kämpfen hierfür fiel er durch die Bewohner einerkleinen Nachbarinsel. Sebastiand'Elcano übernahm nun die Führungund kehrte im nächsten Jahre um Afrika herum nach Spanien zurück.pmlÄ-si- Die wahre Natur der Entdeckungen des Kolumbus war erkannt, alsscher Vertrag so bei der Westfahrt wirklich das von ihm gesuchte Indien gefunden war.Zugleich aber erwies sich der spanisch-portugiesische Vertrag über die Auf-teilung der Welt (ß 6) als ungenügend, da er zunächst nur den Atlan-tischen Ozean teilte. Jetzt waren Spanier in den Gebieten erschienen, diedie Portugiesen für sich beanspruchten, und bald kam es zu Streitigkeiten.2L.ApriliWs Sie zu beenden, wurde ein neuer Vertrag geschlossen, der gegen eine be-deutende Abfindungssumme die Molukken den Portugiesen überließ; diePhilippinen wurden spanisch, sind jedoch erst 1565 besetzt und nach KönigPhilipp II. benannt worden.

2. Amerika vor Ankunft der Spanier.

Indianer § 9. Die Natur- und Kulturvölker Nord- und Mittelamerikas.Die erste Erdumseglung brachte den endgültigen Beweis, daß Kolumbusnicht Indien erreicht, sondern einen neuen Erdteil entdeckt hatte. SeinIrrtum aber wirkt noch heute fort in dem Namen Indianer, mit demwir die Eingeborenen der Neuen Welt bezeichnen. Mit Ausnahme derim äußersten Norden wohnenden Eskimos oder, wie sie sich selbst nennen,Jnnuit-Menschen, die zur mongolischen Rasse gehören und Wohl aus Asieneingewandert sind, werden diese Eingeborenen zur amerikanischenRasse gerechnet. Ob sie aber wirklich als eine einheitliche Rasse anzu-sehen sind, muß dahingestellt bleiben; jedenfalls bestehen zwischen den zahl-reichen Stämmen der Indianer sehr große Verschiedenheiten: man zähltetwa 1000 Sprachen und Dialekte. Historisch am wichtigsten sind die

^indiEr^ Unterschiede zwischen den Stämmen östlich und westlich der von Nordnach Süd ziehenden Kordilleren. Beide Gruppen befanden sich zurZeit der Entdeckung im Kulturzustande der Steinzeit, aber jene warennoch durchaus Naturvölker, diese dagegen, vom äußersten Norden undSüden des Kontinents abgesehen, schon zu wirklichen Kulturvölkern *) ge-worden. Mitgewirkt bei dieser verschiedenen Entwicklung hat vielleichtauch der Umstand, daß der Lebensunterhalt in den Ebenen des Ostensleichter zu gewinnen war als in den westlichen Gebirgslanden, daß hieralso die Natur eine größere Leistung von den Bewohnern forderte. Freilichsind gerade umgekehrt in der alten Welt die fruchtbaren Flußebenen dieMittelpunkte der ältesten Kultur, die Ebene des Hoangho-Jangtsekiang,des Ganges, des Euphrat-Tigris und des Nils.

Ostindiansr Von den Naturvölkern Nordamerikas mögen folgende Hauptstämme genannt werden.

Den ganzen Osten von Kanada bis an die Grenze Floridas und westlich bis zum Missouribewohnte die große Völkerfamilie der Algonkin, zu denen unter andern die Mohikaner,die Lenape und Shawnee gehörten; am Lorenzstrom saßen inmitten der Algonkin dieIrokesen; verwandt mit ihnen sind die Huronen, an den großen Seen wohnend,und Wohl auch die Cherokee im Ohiogebiete. Die letzteren trieben Ackerbau und über-ragten auch sonst kulturell ihre Nachbarn; sie galten deshalb lange als die Nachkommen der

*) Wir behalten die Ausdrücke Natur- und Kulturvölker in Anlehnung an den ge-wöhnlichen Sprachgebrauch bei, obgleich natürlich auch die Naturvölker „ihre" Kultur haben.