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Dritter Band.
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466
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466 Drittes Buch: Ende der spanisch-katholischen Vorherrschaft (1618—1660). Z 263.

Früchte- Wild) und tüchtig im Bildnisse: Stilleben in München, Schleißheim, darunter die Riesen-Blümen- wilder aus Schloß Bensberg, Bildnisse im Haag und in Berlin. Jan Davidsz de HeemMaler ist der bedeutendste Früchte- und Blumenmaler, der die köstlichen NaturprodukteI^Damdsz nicht nur wundervoll anordnet, sondern auch mit erstaunlicher Wahrheit ausstattet: StillebenIMS—1683 mit dem Totenkopf, mit dem Vogelnest u. a. in Dresden; außerdem Bilder in Berlin, München,C. d- Hsem Turin und in der Eremitage. Sein Sohn Cornelius de Heem kommt ihm in seinenIS31-16W bester: Bildern in Schwerin, Dresden und Karlsruhe außerordentlich nahe. Rachel

1664- "?7so Ruhsch, Hollands angesehenste Blumenmalerin, war Schülerin Davidsz', kann sich aberJust van mit dem Meister nicht messen (Werke in München, Dresden, Haag, Amsterdam, Florenz).Huri»'» Die Landschaftsmaler Justus und Jan van Huhsum, Vater und Sohn, sind zu-Jan van gleich die letzten hier in Betracht kommenden Frucht- und Blumenmaler (Bilder, natur-Huysum wahr und fein in den Details, von Justus in Schwerin, und von Jan, dem „Phönix" der

1582- 174S Blumenmalerei, in der Londoner Nationalgalerie, im Louvre und in Huhsum).rendV^ünd Italienischen, besonders Caravaggios Einflüssen unterworfen waren Gerard vanarademi- Ho nthorst, wegen feiner Nachtstücke mit greller Kerzenbeleuchtnng „Otllernrüo cksllsIchs Maier^otti" genannt (das Konzert, die Lantenspielerin, im Louvre, der Zahnbrecher, in Dresden,

Honthorst das Puffspiel, in Berlin, der verlorene Sohn, in München, der Tod Senecas, in Utrecht),isso— 1 W 6 Cornelis van Poelenburgh, der sich an Elsheimer bildet (arkadische Landschaften mitbur b mythologischer Staffage in Dresden, München, Paris und Florenz), ebenso Pieter Last-iWg^_iM7 man, "der bunter und derber als Elsheimer in seinen biblischen und mythologischenP. Lastman Bildern (Odysseus und Nausikaa, David im Tempel, in Braunschweig, Auferweckung Lazari,

1583— IS3S lm Haag), Pieter van Laer, „Bamboccio", der Schulderer italienischen Volkslebens1S8L—1842* (Bocciaspieler, Dresden), Claes Pietersz Berchem, der Maler des italienischen Hirten-C. Bsrchem lebens (Jägerhalt, in Dresden, der Morgen, in der Eremitage, Hirtenbild in Pest) und1620-1683 sxjue Schüler Karel Dujardin, der ebenfalls seine Motive der römischen Campagna^16W—isis" ^lehnte (Bilder im Louvre, in der Londoner Nationalgalerie, in Stockholm, in der

Eremitage, in Dresden und München, Bildnisse im Louvre, die Regenten des Spinnhauses,^um°isso" i" Stockholm, Selbstbildnis im Amsterdamer Reichsmuseum) und Willem Romehn, der—IMS Hirten- und Herdenidylle malte und in München, Dresden und in der Eremitage gut

3 -Both ist. Jan Both und dessen Bruder Andries sind die bedeutendsten Vertreter

A. Both dn idealistischen Landschaft; Jan steht noch unter Claude Lorrains Einfluß, hält sich aberp um Isis mehr an die Natur und wirkt daher weniger akademisch (Werke in München, Dresden,A. van der Amsterdam und London). Zur akademischen Richtung gehört Adriaen van der Werff,1650—1722 der Hofmaler des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz; seine biblischen undmythologischen Darstellungen find Feinmalereien, die durch gefällige, glatte Formen bestechen(12 Bilder in Dresden, darunter die bekannte „Verstoßung der Hagar", ferner „Venus und„an der ^mor", Loth mit seinen Töchtern, 30 Bilder in München, 11 in der Eremitage, 7 im Louvre).^ Werst Adriaens Bruder, Pieter van der Werff, ist zugleich sein getreuester Nachahmer: der

1665— 1728 h. Hieronhmus (Reichsmuseum in Amsterdam, Galerie in Dresden).

^°and^ In Deutschland hatte der Dreißigjährige Krieg eine gedeihliche, selb-ständige Entwicklung der Malerei nicht aufkommen lassen; trotzdem hat auch dassiebzehnte Jahrhundert einige tüchtige Vertreter der Malerei auszuweisen, dieaber fast ausnahmslos italienischen oder niederländischen Einflüssen unterliegen.

2m Frankfurter Adam Elsheimer, „der römische Maler deutscher Nation", lebteseit dem Jähre 1600 in Rom; seine in kleinem Formate gehaltenen Bilder, antike undreligiöse Stoffe, Landschaften und Binnenrüume darstellend, sind trefflich komponiert undinteressant in der Farbe, aber es mangeln ihnen die naturwahren Tonwerte seinerholländischen Nachfolger: Joseph, den seine Brüder in den Brunnen werfen, Flucht nachÄgypten (Dresden, München, Louvre) Verleugnung Petri (Venedig, Akademie), die Jüngerin Emmaus (Aschaffenburg), Bacchus unter Nymphen (Frankfurt, Städelsches Institut),Jupiter und Merkur bei Philemon und Baucis (Dresden), Allegorie des „Contents" (München),Merkur und Argus (Charlottenburg, Dr. W. Bode), der Hirt Affizien); Skizzen, 179 Blatt,I. vo» im Städelschen Institut, in der Albertina und in Berlin; Radierungen. Joachim vonISM —1688 Sandrart, „der deutsche Vasari" (als Verfasser der „Teutschen Akademie der Bau-, Bild-und Malereikünste, 1675") war auch ein tüchtiger Geschichts- und Bildnismaler, dessen Manieraber mit seinem Aufenthalte in Italien, Belgien und Holland wechselte: Schühenstück (Empfangder Königinwitwe Maria de' Medici, im Amsterdamer Reichsmuseum), Gesandtenfestmahl zurFeier des Westfälischen Friedens (Rathaus, Nürnberg), Archimedes (aus Rubensschem Geiste,I. Rottmayr Hofmuseum und Liechtensteingalerie in Wien). Johann Friedrich Rottmayr,isW-1730 Dekorationskünstler, malt farbenfrohe Decken und Wandbilder nach italienischen Mustern: