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Fünftes Buch: Das Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus.
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ungarischen Truppen vereinigten sich mit den österreichischen und rückten g
unter Führung des Feldmarschalls Khevenhüller durch Niederösterreich 8
gegen Bayern vor. Am Tage der Kaiserwahl Karl Alberts besetzten dieA.Zan. nie Österreicher Linz und Passau, am Tage der Krönung erreichten ungarische z
12. Febr. Husaren München; die Bevölkerung Bayerns litt furchtbar unter den e
Greueltaten der von Menzel und Bernclau geführten wilden ungarischen v
Scharen, namentlich der Panduren. Seiner Erblande beraubt, geriet (
Kaiser Karl in solche Not, daß er nur durch französische Unterstützung 8
seinen Unterhalt bestreiten konnte. Überhaupt galt dieser Kaiser von 5
Frankreichs Gnaden dem deutschen Volke doch nur als Gegenkaiser und r
genoß wenig Ansehen. e
Friedrichs Noch aber blieb der auch von Khevenhüller als gefährlichster Gegner )
bezeichnete Preußenkönig. Er hatte inzwischen einen Vorstoß nach Mähren ^
26. Dez. 1741 unternommen und Olmütz erobert; seine Reiter ließ er bis zur Donau "
schweifen. Gegen ihn sandte nun Maria Theresia ihren Schwager Karl ^
von Lothringen, auf den sie besonderes Vertrauen setzte. Friedrich wandte ^
sich nach Böhmen und besiegte hier Karl von Lothringen in der Schlacht ^
i 7 .M°i 1742Von Chotusitz (oder Czaslau), der ersten, die er persönlich leitete. '
Diese Schlacht brachte den Frieden. In Österreich erkannte man, daß '
man zunächst des stärksten Gegners ledig sein müsse, um der übrigen ^
vollständig Herr zu werden; dazu stellte Georg II. von England tat- !
kräftige Hilfe in Aussicht, sobald durch einen Frieden mit Preußen sein ^
Stammland Hannover vor einem preußischen Angriff sicher sein würde.
Auf der anderen Seite traute Friedrich weder den Franzosen noch denBayern noch den Sachsen und wünschte, wie er schon in Klein-Schnellen- ^
^BrÄlau-" dorf bewiesen hatte, sich seinen Gewinn zu sichern. So kam unter !
II Berlin^ englischer Vermittlung der Präliminar friede von Breslau zu-28. Jun stände, der in Berlin zum definitiven Frieden umgewandelt wurde.
Friedrich erhielt dadurch Schlesien, jedoch ohne Teschen und Troppau(heute österreichisch Schlesien), und Glatz. Seine Verbündeten warenentrüstet über den Bruch der Bündnisse und prägten das Wort: „llravaillsrxour ls roi äs krusss." (vgl. unser: „Für den alten Fritzen".) Siemußten erkennen, daß er nicht fremde Interessen, sondern nur das eigneim Auge habe. Er hielt sich für etwaige neue Kämpfe gerüstet undsuchte die neue Provinz fest an sich zu ketten; er unterstellte sie einemeigenen, nur für sie sorgenden Provinzialministerium.
Erfolge § 372. Österreichs Erfolge 1742 bis 1744. Die militärischen und,^Böhmen politischen Hoffnungen, die Maria Theresia zum Abschluß des Breslau-und Vay-rn berliner Friedens bestimmt hatten, schienen sich zu erfüllen. Karl vonLothringen und Fürst Lobkowitz rückten in Böhmen ein und belagertenPrag. Marschall Belleisle bewerkstelligte zwar mitten im Winter seinenDez. 1742 vielbewunderten Rückzug von Prag nach Eger und wurde deshalb
26. Dez. als zweiter Xenophon gepriesen; aber nach der Kapitulation Prags war
Böhmen doch verloren, und im nächsten Frühjahr konnte sich Maria12. Mai 1743 Theresia zur Königin von Böhmen krönen lassen. Bayern hattendie Österreicher im Herbst 1742 vor bayerisch-französischen Truppen wiederräumen müssen; jetzt gewannen Karl von Lothringen und Khevenhülleris. Mal 1743 den Sieg beiSimbach (am Jnn) und zwangen den bayerischen General
27. Jum Seckendorff zur vertragsmäßigen Übergabe des Landes: Maria Theresia