Friedrichs
Erfolge
Schlacht bei
8 373. Erstes Kapitel: Der Österreich. Erbfolgekrieg u. t>. beiden ersten Schlesischen Kriege. 085
der für Friedrich wirkenden französischen Kriegspartei die Hauptstützen.
Der Tod Kaiser Karls VII. aber führte zum Frieden zwischen Bayern 20.Zan.,745und Österreich. Da kurz vorher die Österreicher abermals in Bayern ein-gedrungen waren, hatte schon Karl an den Frieden gedacht; jetzt betriebihn auch Maria Theresia, um sich ganz gegen Friedrich wenden zu können.
So kam der Friede von Füssen zustande, in dem Karl Werts Nach-folger Maximilian Joseph die pragmatische Sanktion anerkannte, seine W.Aprui?«Kurstimme dem Gemahle der Maria Theresia zusagte und dafür Bayernzurückerhielt.
Friedrich war nun in Schlesien allein aus die eigne Kraft angewiesen:die österreichischen Niederlagen in Italien und den Niederlanden (Z 374 )brachten ihm unmittelbar keine Erleichterung. Aber eben in den nunfolgenden Kämpfen bewährte sich Friedrichs Feldherrntalent ebenso wiedie Schulung seiner Armee; das Alleinstehen in eigner Kraft hatPreußens Großmachtstellung geschaffen, hat Friedrich den Ruhm des»Großen" verliehen.
In der meisterhaft geleiteten Schlacht von Hohenfriedberg(Striegau) gewann er einen glänzenden Sieg über Österreicher und Sachsen; 4- Juni 174sdoch wurde dadurch seine Lage noch nicht wesentlich besser. Der durchdas schottische Unternehmen Karl Stuarts (8 342 ) veranlaßte VersuchGeorgs II., in Deutschland den Frieden zu vermitteln, scheiterte an derKriegslust Maria Theresias; ihre Siegeszuversicht stieg noch, als ihrGemahl von allen Kurfürsten mit Ausnahme Brandenburgs und der 13.S-pt.1745Pfalz zum Kaiser gewählt wurde. Mit Franz I. bestieg nun der ersteLothringer, der aber längst zum Habsburger geworden war, den deutschenThron.
Inzwischen hatte Friedrich einen Vorstoß nach Böhmen unternommen;^,^, bei^ besiegte hier Karl von Lothringen beiSoor, ging aber nach Schlesien, SoorAEck. Nun planten die Verbündeten einen Doppelangriff auf die'Marken: ein österreichisches Heer unter Graf Grünne sollte im Verein^lit sächsischen Truppen durch Sachsen, ein zweites Heer unter Karl vonLothringen durch die Lausitz nordwärts marschieren. Friedrich setzte diesenZugriffen zwei Quermärsche entgegen: er selbst rückte von Schlesien nach
Lausitz, Leopold von Dessau von Halle auf Dresden. Zuerst stießenFriedrichs Reiter auf den Feind und warfen die österreichische Vorhut beiKathokisch-Hennersdorf zurück, so daß Karl von Lothringen nach"Böhmen auswich, um sich mit dem anderen Heere zu vereinen. Friedrichbilte nun der Elbe zu; an dem Tage, an dem er Meißen erreichte, schlug^^sopold von Dessau auf dem Wege nach Dresden bei Kesselsdors K°n°lsd°rslline letzte große Schlacht, in der sich fein Sohn Moritz besonders hervor-
Sie endete nach heißem Ringen mit der Niederlage der von Rutowski,
^uem natürlichen Sohne Augusts des Starken, geführten Sachsen. Karlvn Lothringen, der bis Dresden gekommen war, ging ohne Kampf nachohmen zurück; einige Tage nach der Schlacht zog Friedrich in Dresden ein.r'ö. fügte sich Maria Theresia in das Unvermeidliche; und da Fried-M keine neuen Abtretungen forderte, so kam schnell zwischen Preußen,^llerreich^und Sachsen derFriedevonDresden zustande: der Breslam
30.S°pt.174S
23. Rov.
o Schlacht bei
18. Dez.
mer Friede wurde bestätigt und die Kaiferwürde Franz' I. von Friedrich»bekannt. Als der sieggekrönte König nach Berlin zurückkehrte, wurdevon seinem Volke als „der Große" begrüßt. Er hatte die Großmacht-
Friede vonDresden25. Dez. 1745