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Dritter Band.
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706 Fünftes Buch: Das Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus. 8 3LZ.

Vorderindien hatten die Engländer Unglück, indem der Subahdar(Vizekönig) von Bengalen, Suradschah Daulah, Calcutta eroberte.

Dann aber trat zuerst in Indien ein Umschwung ein. Robert Clive1757 nahm Calcutta zurück, zwang das französische Chandarnagar zur Ergebung23 .Juni 1757 und siegte über Suradschah Daulah bei Plassy, ein Sieg, der als ersterSchritt zur wirklichen Eroberung Indiens angesehen wird (Z 410). Wäh-rend die Engländer nun in Bengalen ihre Herrschaft durch Schrecken zusichern suchten, erfolgte seit 1758 auch an anderen Stellen eine für sieglückliche Wendung. Die Franzosen verbrauchten ihre Hauptkräfte in demdeutschen Kriege, Pitt aber verstand es, die Engländer zu großen Leistungenfür den Seekrieg zu veranlassen. Unter General James Wolfe er-Jum 1758 oberten sie Louisbourg und die Inseln Kap Breton und Prinz Edward;

virginische Milizen unter Washington nahmen das französischeN°°. 1758 Fort Duquesne im Ohiotale, das zu Ehren des Ministers den NamenPittsburg erhielt; durch Expeditionen nach der französischen Küsteund Kaperung französischer Schiffe fügten die Engländer den Fran-iM zosen viel Schaden zu, und in Senegambien eroberten sie die FortsSt. Louis und Goree.

Im nächsten Jahre faßte Choiseul den Plan einer Landung^ 1759 *"°'in England; doch wurde die von Toulon absegelnde Flotte bei Lagos,20. N°v. die aus Brest kommende bei Quiberon geschlagen, worauf eine kleine,in Irland gelandete Flottenabteilung zurückkehren mußte und auchF°br. 17«» noch eine Niederlage erlitt. Eben wegen dieser Landungsversuchehatte Choiseul zu wenig Kräfte für die Kolonien übrig. So eroberteni 75 s die Engländer Guadeloupe in Westindien und Canada. Die Schlachti 3 .S°pt.i 75 s h x i Quebec, in der James Wolfe und Montcalm, der englische undder französische Oberfeldherr, fielen, endete mit dem Siege der Engländer:Quebec mußte sich ergeben, und als im nächsten Jahre Montreal ge-8. Sept. 1760 fallen war, war ganz Canada in englischem Besitz.

In Vorderindien glaubten die Franzosen, während die Engländerin Bengalen beschäftigt wären, Madras erobern zu können; LallyfTolendal hatte auch anfangs einige Erfolge, wurde aber dann beium Wandewasch (südlich von Madras) geschlagen und mußte im nächsteniisi Jahre auch Pondicherh den Engländern übergeben (Z 410).

Der Eintritt Spaniens in den Krieg (Z 386) änderte an dem Kriegs-glück der Engländer nichts. Sie eroberten die französischen Inseln in1762 Westindien: Martinique, Grenada, St. Vincent, S. Lucia, fernerOkr 1762 Hab ana, den Hauptort der spanischen Antillen, und Manila, diewichtigste Stadt der spanischen Philippinen. Zugleich scheiterte der VersuchSpaniens und Frankreichs, England durch einen Angriff auf das vonihm abhängige (Methvenvertrag ß 318) Portugal zu schädigen. Spanienund Frankreich verlangten von Portugal den Abbruch des Verkehrs mitEngland und ließen, als der tüchtige Minister Pombal (§ 403) dieseMai 1762 Forderung ablehnte, Truppen in Portugal einrücken. Indes von Englandmit Geld unterstützt, vermochte Portugal kräftig zu rüsten ; es regte sichauch die alte nationale Feindschaft, und der in portugiesische Dienstegetretene Graf Wilhelm von Schaumburg (ß 310) vertrieb dieFeinde aus dem Lande.

WiU-nEng- 8 388. Die Friedensschlüsse von Paris «nd Hnbertnsburg. EnglandFmnireich- hatte auf der ganzen Linie gesiegt wie kaum zuvor. Trotzdem wünschten

Spanien