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Meisterwerke der Deutschen Glasmalerei : 100 Tafeln in Lichtdruck nebst einem Begleitwort von Franz Sales Meyer / hrsg. vom Badischen Kunstgewerbe-Verein aus Anlass der im Jahre 1901 stattgefundenen Glasmalereiausstellung zu Karlsruhe i. B.
Entstehung
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Legleilwott

Unter- dem pwtektorat 5. K. h. der Srossherrogr friedrichund dem Ehrenpräsidium 5.K. h. der Erbgrossherrogr Medrichhat der Dadische Kunstgewerbeverein im 5ommer 1901 eineDeutsche Slarmalerei-Durstellung in Karlsruhe veranstaltet. Die-selbe wurde am 5. Mai feierlich eröffnet und am 50. Septembergeschloffen.

Die Durfteilung war dar dritte von den grössern Unternehmendieser Drt, mit denen der genannte verein feit feiner Sründungim jähre 1885 an die Öffentlichkeit getreten ist. vorausgegangenfind die Konkurrenr-Durstellung deutscher Kunstschmiedearbeitender fahrer 1887 und die deutsche fächer-Durstellung im fahre 1891.In allen drei fällen ist die vereinrleitung von dem Srundgedankenausgegangen, dass er fruchtbringender ist, ein bestimmter, eng-begrenrter kunstgewerblicher Sebiet erschöpfend rur Durftellungru bringen, als in grossen Unternehmungen allgemeiner Drt dieverschiedensten Dinge ru vereinigen.

Den äussern Dnlass rur Durstellung gab der Umstand, dassder Neubau der 6r. Kunstgewerbeschule rur Unterbringung der-selben rur Verfügung stand und durch dieselbe feine weihe findenkonnte, für die Wahl der Sebieter der Slarmalerei war ent-scheidend, dass dasselbe im Srossherrogtum Laden durch eineDnrahl vorwärtrstrebender Seschäfte vertreten ist und dass geradediese Lechnik aus naheliegenden Sründen bei allen allgemeinenDurstellungen nicht so eur Seltung gebracht werden konnte, wieer ihrer heutigen Dedeutung in der dekorativen Durstattungr-kunft entspricht.

Der im fanuar 1900 erlassene Dufruf rur Deschickung fandin den Kreisen der Slarmaler und der entwerfenden Künstlerlebhafte Zustimmung und alsbald erfolgten von allen 5eiten derDeiches aur vorläufige Dnmeldungen und Vlassvormerkungen.Dach mancherlei Denderungen während der vorbereitungrreit,nach teils rurückgeeogenen, teilr in letzter 5tunde eingebrachtenDnmeldungen, haben schliesslich über 200 Darsteller gegen 2000einzelne Werke eingesendet und damit die ursprünglich gehegtenErwartungen übertroffen. Dar Durstellungrprogramm hatte6 Dbteiiungen vorgesehen:v. 6Iasgemülde

8. Kunfwefglafungen und ölasmofaikenC. 6Iasätzungenv. Kartons und Entwürfe

Ztilistisch und technisch interessante Arbeiten ausfrüherer Zeit (m? ndiciiung)v. Ie?ct- und INustrationswerke über Slasmalerei

(rittei-gtur-Ddleilung)

Dur den eingelaufenen Dnmeldungen ergab sich späterhindie Dnfügung einer weitem Sruppe:

6. verschiedenes,

die in sich vereinigte, war sich den andern Dbteilungen nichteinfügte.

Dar meiste Interesse nahmen selbstverständlich die ausge-führten eigentlichen Slarmalereien und Kunstverglasungen inDnspruch mit rund 550 Einrelwerken, welche sich auf 85 Dar-steller verteilten.

in der Dbteilung D waren Slargemälde kirchlicher Drt vor-herrschend, von denen einige wenige ihrer Srösse wegen nurgeteilt aufgestellt werden konnten, weniger Zahlreich warengemalte 5alon- und flurfenster, wogegen die Kabinettmalereiwieder reichlich vertreten war.

Die Dbteilung L umfasste neben nicht transparenten Slar-mosaiken vorwiegend Kunstverglasungen aur amerikanischemOpalercentglar. Die letzteren waren der Hauptsache nach für dieZimmeraurstattung, für Korridore und freppenhäufer bestimmtund benützten mit Vorliebe landschaftliche Dlotive. KirchlicheSachen waren nur vereinzelt, fenstervorsetzer mit Dlumenstückenum so mehr vertreten.

Die Dbteilung der Slarätrungen hatte nicht viel aufruweisenund dar wenige hatte natürlich inmitten der farbenprachteinen ungünstigen 5tand, so dass er nicht voll rur Seltung kommenkonnte.

Die Dbteilung D war stark vertreten, da 94 Dursteller über700 Kartons und Entwürfe geliefert hatten. Leider hatten dieWerke in folge ihrer grossen Zahl rum feil ein mangelhafter Licht,da nach Lage der 5ache die meisten Däume bir ru gewissem 6radru verdunkeln waren, wenn anderseits die ausgeführten Semäldeund Kunstverglasungen richtig rur Wirkung gebracht werdensollten.

Die Dbteilung E (alte Dbteilung) war nicht gerade umfang-reich, aber interessant, hauptaursteller war 8. K. h. der Sross-herrog, der die auf 5chloss Eberstein in fensterflügel gefasstenalten Slargemälde verschiedener Herkunft dem Unternehmengnädigst rur Verfügung stellte. Dar errbischöfliche Ordinariatin freiburg hatte aur dem dortigen IDünsterschatz einige mittel-alterliche Kirchenfenster leihweise überlassen. Die Zettler'schehofglarmalereianstalt in München hatte mit 18 Hummern einenNeitrag rur Seschichte der Slarmalerei der 19. fahrhundertr ge-liefert. Dar mit der Karlsruher Kunstgewerbejchule verbundeneKunstgewerbemuseum reihte die in seinem Nesitz befindlichenSlargemälde ein. Daru kam dann noch einiger aur privatbesitzund in diese Dbteilung können auch eingerechnet werden dievorzüglichen Nachbildungen mustergiltiger und charakteristischerWerke aur dem 12. dir 16. fahrhundert von Professor fritz Seigerin freiburg, sowie die aquarellierten Dufnahmen alter Slar-malereien von Maler Otto Vorländer, die vom Königi. preussischenKulturminister gütigst eur Verfügung gestellt waren. Dn altenOriginalgemälden waren immerhin naheru lOO 5tücke vorhanden.

Die Dbteilung f rählte 50 Dursteller mit 150 Nummern, ver-schiedene verlagrhandlungen hatten ihre auf die Slarmalerei be-züglichen Veröffentlichungen aufgelegt und von 5eiten einigerDntiquariate waren Zahlreiche handreichnungen und Scheiben-