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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

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liehen Läden den Fremden die Möglichkeit geboten, eine Erinnerungan den ehrwürdigen Bau und an die Stadt selber mitzunehmen.Heutzutage kauft man Photographien, damals waren es Holzschnitteoder Kupferstiche, auf denen die Gebäude, Trachten u. s. w. darge-stellt waren. Ganz ebenso war es in Frankfurt am Main und inBasel, die gleichfalls wichtige Punkte für den Fremdenverkehr bildeten,während wir in Colmar, Mülhausen oder irgend einer andern elsässischenStadt keinerlei Trachtenwerk antreffen, ein Beweis, dass sich da dieFremden eben nicht aufzuhalten pflegten.

F. G. Schmuck hatte eine für solche Geschäfte besonders günstigeWohnung. Am u. Juli 1675 hatte ersiehverheiratet und am 27. Januar 1676ein Haus gekauft unden ame Fisch-markt, gegen der Kuttelgass, hindenuffden Ulmergraben stossend (Nummer 44oder 46 des heutigen Alten Fischmarktes).

Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungenfinden wir drei Stadtansichten von Strass-burg, Stiche vom Münster und die Kostüm-sammlungen, von denen hier die Rede ist.:?)

In dem einen cTrachtenbucht) erblickenwir (Tafel 21 der neuen Ausgabe vonBerger-Levrault) wiederum einen Bauern,auf seine Säcke gestützt, die unvermeidlichePeitsche in der Hand. Sofort fällt uns abereine bedeutsame Veränderung in seinemKostüm und seinem ganzen Aussehen auf; auch er ist glatt rasiert,trägt aber lange bis auf die Schulter herabfallende Haare; die frühereKappe ist durch einen grossen Hut mit sehr breiten Rändern ersetzt ;e in langer, eng zugeknöpfter Rock fällt bis auf die Knie herab ; kurzeHosen, Strümpfe, starke Schuhe und eine mächtige Halsbinde gebender ganzen Gestalt ein etwas sonderbares Aussehen.

In einem andern Trachtenbüchlein von Friedrich Wilhelm Schmucktritt uns (Tafel der Ausgabe von Levrault) unter dem Titel deinBauer-?) ein merkwürdiges Männchen entgegen : natürlich wieder mit derPeitsche ausgestattet, trägt es einen ganz ungewöhnlichen Hut auf demKopfe von sehr hoher Form mit Ungeheuern Rändern, die durch Bänder

Bauer [Taf. 21).