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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

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Haus in Geispolsheim.

Es wäre nun gewiss sehr lehrreich, näher zu untersuchen, obdiese Verteilung der Sprachenverhältnisse von jeher so gewesen istwie jetzt oder ob und wie an verschiedenen Punkten die eine oderdie andere Sprache zurückgedrängt wurde. Leider wird man aberin dieser Hinsicht wohl kaum zu allgemeineren Ergebnissen gelangenkönnen. Immerhin ist die auffallende Thatsache zu verzeichnen, dassin einer grösseren Zahl von Ortschaften und Gehöften heute nur fran-zösisch gesprochen wird, die ausgesprochen deutsche Namen besitzenund auch niemals französische Namen gehabt haben; umgekehrt dagegenfinden sich sehr wenige Ortschaften mit französischen Namen, in denenman nur deutsch spricht. So wird im Breuschthal französisch undPatois gesprochen in Netzenbach, Wisch, Hersbach, Bärenbach, Schir-meck und La Broque, welch letzterer Name nur die französische Um-formung des alten deutschen Namens Vorbruck darstellt.

Im Steinthal finden sich Ortschaften mit ausschliesslich deutschen,solche mit ausschliesslich französischen und endlich Ortschaften mitdeutschen und französischen Namen, die oft gar keine Be-ziehung untereinander aufweisen. So haben wir Wildersbach, Neu-weiler auf der einen, Beimont, Bellefosse auf der anderen Seite undendlich Fouday, das auf deutsch Urbach heisst. Trotz dieser Ver-schiedenheit in den Namen wird aber im Steinthal ausschliesslich

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