Band 
Sechster Theil.
Seite
284
JPEG-Download
 

284

der Alltäglichkeit brechen, daß sie Gelegenheitgeben, große Tugenden und große Talente zuentwickeln, daß sie einen Jeden auf den Platztreiben und stellen, den er auszufüllen vermag-Kriege sind Kraftmittcl, deren sich die Naturbedient, wenn die gewöhnlichen nicht weiter aus-reichen , d. h. wenn die Menschen sich selbst un-treu geworden sind.

Die Lehre von der Nechtmaßigkeit der Kriegewird häufig (wie die Lehre von der Erzeugungdes Menschen) zu den Geheimnißlehren gerechnet-Es soll wenigstens nicht viel davon gesprochenwerden, und diejenigen, welche Kriege in einc>nnicht ganz zurückschreckenden Lichte betrachten,wird leicht der Ruhm wahrer Vaterlandsliebeversagt. Nach neueren Begriffen ist ein Kriegnicht früher rechtmäßig, bis der Feind unsereGrenze mit bewaffneter Macht überschreitet, unduns auf unserem eigenen Boden bekriegt. Gegenalle andere Arten von feindseligen Handlungengegen uns, dürfen wir keine Notiz nehmen-Das Princip der Nichteinmischung z. B- erlaubtnicht mehr, daß Staaten , die durch gegenseitigen