Band 
Sechster Theil.
Seite
286
JPEG-Download
 

286

Staat, der seine Ehre nicht zu vertheidigen weiß,verdient nicht unabhängig zu seyn. Wo kein mensch-licher Richter ist, da muß jede Nation ihre gerechteSache einer Hähern Entscheidung unterwerfen,und so ist der Krieg die letzte Instanz an dieman mit dem Vertrauen sich wendet, daß siedem Rechte, und der beleidigten Ehre den Siegertheile. Der Sieg wird dann die höhere Richter-gewalt, der man sich unterwirft. Wenn dahelVerwirrung der Ansichten, wenn Grundsätze si^feindlich gegenüber stehen, wenn die materielle»Interessen sich scheiden, so ist Krieg das EinzigGewisse, um die Divergenz auszugleichen,Wiedervergeltung zu üben, und eine neue Sck^pfung aufzuführen, wenn der Sieg dem Reck**wird. Ohne Krieg entwickelt sich in dem Leb«"der Völker nichts großes. Man könnte frage»-wie wäre die Gestalt der Dinge, wenn nieKr«^gewesen wäre? Hätte die römische Macht oh»* ^Krieg ihre Riefengröße erlangen können? ^ ^

stünde es jetzt um Europa, das seine Kultur vo" ^dieser römischen Größe ableitet? WasPreußen ohne die Kriege Friedrich II ?wie wäre jetzt die Lage unserer Verhältnisse, we»" h