Band 
Sechster Theil.
Seite
355
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Pferde durch das Maul und Schenkel herzustellen,Und muß sich stets nach dem Gefühl und Ge-horsam des Pferdes richten und für dieses abge-messen seyn, ohne deshalb das Pferd aus einemMäßigen Zwang und aus dem Gehorsam zu las-sen, oder seine Bewegung zu hindern. Vonder Anlehnung hangt viel ab. Ist sie zu hart,so sträubt sich das Pferd dagegen, ist sie zu leicht,alsdann ist ihr Zweck verfehlt, und die Verbin-dung nicht hergestellt.

Die Anlehnung hat bei den meisten Men-schen das Eigenthümliche, daß sie oft im An-fanges zu hart ist. Der Mensch will sich voll-kommen des Thieres bemeistern, und vergißtNicht selten, daß nur eine sanfte Anlehnung demThiere erträglich und angenehm seyn kann. DieFurcht der Thiere vor der Anlehnung ist meistdie Ursache des hinter das Mundstückkriechens,dem Verhalten des Pferdes beim Vorschreiten.

Da wo die Anlehnung der Reuter zu weichist, d. h. wo der Reuter vielleicht aus Aengstlich-keit das Pferd hart anzufassen, oder aus unrich-

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