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3 (1838) Was sie sein werden - ihre dereinstigen Leistungen / von Carl Friedrich Gumtau
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h. 26.

Befinden sich Husaren an der Spitze einer Kolonne,deren Aufmarsch sie decken sollen, so müssen sie rasch Terraingewinnen und aus Erfordern, wohl auf I Theil des Ganzenschwärmen lassen. So wie sich aber die erste Feuerlinie derInfanterie gebildet hat, ziehen sie sich truppweise zusammen,und vertheilen sich nach Maaßgabe der Disposition entwederin halben oder ganzen Eskadrons hinter der Reserve-Linieder Armee, oder aber in Massen vereinigt, hinter dem Haupt-treffen. In beiden Fällen müssen aber Plänkertrupps auf denFlanken der ersten Feuerlinie bleiben, um allerwärts herumzu-spähen und dem kommandirenden Offizier von dem, was siebemerken, Rapport abzustatten.

Das planlose Herumtreiben mehrer Plänker ist aberganz überflüssig, und schwächt den vielleicht nöthig werden-den Choc der Masse. Das Erforderniß des Ehocs kann abersehr oft eintreten, und muß dann jederzeit mit Kühnheit undEntschlossenheit ausgeführt werden. Es ist vorzüglich beimUmgehen des Feindes oder plötzlichem Hervorbrechen aus einerversteckten Aufstellung nothwendig, doch muß man sich dabeinicht mit langwierigen Aufmärschen abgeben, sondern allenfallsvn eoloiini- auf den Feind stürzen und ihn so zu zersprengensuchen. Die Ueberraschung dabei wird uns vor großem Ver-lust sichern, und sollten auch ein paar Pferde mehr blessirtwerden, so wird man dagegen den eigentlichen Zweck desKrieges, Vernichtung des Feindes, um so vollkommener er-reichen. Man dient nur Einem König, und nur zu einemZweck; der ächte Soldat wird weder dem Einen, noch demAndern halb dienen.

IV.

Borpostendienst. Avant- nnd Arrier - Garden.

ß. 27.

Nachdem wir in den vorigen Abschnitten die.Tactik derleichten Truppen überhaupt, und als mitwirkenden Theil amTage des rangirten Gefechts betrachtet haben, kommen wir