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Sibyllinische Blätter.
47.
Das Geld und die Sprache sind zweenGegenstände, deren Untersuchung so tiefsin-nig und abstrakt, als ihr Gebrauch allgemeinist. Beide stehen in einer näheren Verwand-schaft, , als man mnthmaßen sollte. DieTheorie des einen erklärt die Theorie des an-dern ; sie scheinen daher aus gemeinschaftlichenGründen zu fließen. Der Reichthum allermenschlichen Erkenntniß beruhet auf Wort-wechsel; und es war ein Gottesgelehrter vondurchdringendem Witz, der die Theologie, —die älteste Schwester der höheren Wissenschaf-ten — für eine Grammatik zur Spracheder heilige« Schrift erklärte. Alle Gü-ter hingegen des bürgerlichen und gesellschaft-lichen Lebens beziehen sich auf das Geld, alsihren allgemeinen Maasstab, wofür esauch Salomo schon nach einigen Uebersetzun-gen erkannt haben soll. (Prediger Salom.X. 19.)
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