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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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MIXTON & CO., STOKE-UPON-TRENT.

Nachdem die Chinesen zwei Jahrhunderte lang in dem Alleinbesitz desGeheimnisses Porcellan herzustellen, gewesen waren, gelang es dem Alchy-misten Böttger, der vergeblich den „Stein der 'Weisen“ zu finden suchte,Deutschland durch die Erfindung des Porcellans einen überaus wichtigen

Dienst zu leisten. Zuerst stellte er Geschirre aus einer rotlien Masseher, dann führte der Zufall ihm reine Porcellanerde in die Hände, derenVerarbeitung auf das vortrefflichste gelang. So ängstlich das Verfahren

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auch geheimgehalten wurde, es fand doch bald Verbreitung, und in Eng-land wurden schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts ausgezeichnetePorcellansachen erzeugt. Auch auf der diesjährigen Pariser Ausstellung ist

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Englands Porcellanindustrie glänzend vertreten, u. a. durch die renommirteFirma Minton & Co. in Stoke - upon - Trent , die im Auftrag Percival Da-niell’s, New Bond Street, London, ein Dessertservice'anfertigte, dessenHauptgegenstände wir in unsern Holzschnitten wiedergeben. Die Malereienderselben sind nach Gemälden von Angelika Kauffmann von dem Künstler

Thomas Allen in meisterhafter Vollendung ausge-

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führt, wie dies in gleichem Maasse der kunstvollen

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Ornamentik der Gefässe nachzurühmen ist, die als

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Musterleistungen bezeichnet werden müssen.

um die Werke der Kunst zu sehen und zu studiren, der Aus-stellungen nicht bedürfen, da jedes Culturvolk in seinen Museenreiche Sammlungen von Kunsterzeugnissen aller Art besitzt,deren Besichtigung jedermann freisteht. Führen wir dagegenhier nur das Eine an, dass uns auf den Ausstellungen gar vielesgeboten wird, was uns mit den grössten pecuniären Opfernnirgends sonst erreichbar sein würde. Meisterwerke, welcheeinzig in ihrer Art oder nur in wenigen Exemplaren vorhanden,in den Palästen der Reichen nur einem kleinen Kreise Auser-wählter zugänglich, der Oeffentlichkeit aber meist völlig ent-zogen sind. Mit wenig Ausnahmen lassen deren Besitzer sich

jedoch bereit finden, dieselben für den Zweck der Ausstellungzur Verfügung zu stellen, und die Ausstellungsbesucher habendaher einen Kunstgenuss, der ihnen bei keiner andern Gelegen-heit zutheil wird.

Und welch ein lebensvolles, helles, farbenfrisches Bild bietetdie Ausstellung im Gegensatz zu den feierlich stillen Räumendes Museums, dessen Besucher sich mit einer gewissen Scheuund Gemessenheit in den weiten Sälen bewegen und das tiefeSchweigen des Kunsttempels nur durch halblaut geflüsterteWorte zu unterbrechen wagen. Hier herrscht nicht der strengeErnst, der sich nur in Studien vertieft, hier athmet das that-