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CLEMENT MASSIER, YALLAURIS.
Nirgend mehr als in der Kunst ist das Suchen die unerläss- | unweit Cannes in Südfrankreich, die von dem Vater des jetzigen
liehe Bedingung des Findens. Um vonden Alten zu lernen, gilt es, ihnen mitvollkommener Freiheit des Urtheils ent-gegenzutreten, mit dem kühnen Bestreben,die Originale, wenn möglich, zu übertreffenoder mit ihren Mitteln Neues zu schaffen,
Eigenthümers, Clement Massier, vor etwa30 Jahren begründet wurde, entlehnt dieFormen ihrer Ivunstproducte vorzüglichgriechischen und römischen, zuweilen auchpersischen und maurischen Originalen.Besonders beliebt sind die Erzeugnisse
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ohne je zur blinden, handwerksmässigen Nachahmung herab- I dieser Fabrik durch ihre prächtige, meistens ein dunkles Grünzusteigen. Die berühmte Töpferei des schönen Dorfes Vallauris | oder Braun zeigende Glasur.
Jacquard -Webstuhl mit einer für die Handarbeit unerreichbarenGeschwindigkeit die kostbarsten, prächtig gemusterten Stoffeentstehen! Mit welchem Eifer- drängt man sich um den Werk-tisch des Künstlers, der den Thonklumpen zum Gefässe formtoder einen Schmuckgegenstand galvanisch vergoldet, um dasKlöppelkissen der Arbeiterin, die mit ihren zierlichen Klöppelnden schlichten Leinenfaden zu Gebilden von fast wunderbarerZartheit verschlingt.
Eine solche Anschauung, die sozusagen einen Blick hinterdie Coulissen des industriellen Lebens und Treibens gestattet,hat für jeden, der nicht ganz und gar gedankenlos ist, etwasungemein Anregendes. So mancher erhält hier wichtige Finger-
zeige für seinen speciellen Beruf, indem er die ihm bisherunbekannt gebliebenen Verfahrungsweisen anderer Industrie-zweige kennen lernt, und mancher Erfinder wird davor be-wahrt, Zeit und Geld an die Ausführung einer Idee zu ver-schwenden, die er hier bereits verkörpert sieht.
An jede grössere Ausstellung knüpft sich die Erinnerungan irgend eine epochemachende Erscheinung, die entweder zurZeit vollständig neu war oder durch wesentliche Verbesserungenden Charakter der Neuheit erhielt. Wir gedenken hierbei derwundervollen Kunstarbeiten Indiens, der prachtvollen Gegen-stände in Thon und Glas, an denen die Umdrucktechnik soGrosses geleistet hat, der Glasurmalerei und Sgraffitoarbeiten,