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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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CHIIISTESEN, KOPENHAGEN.

Die Geschichte der Goldsehmiedekuustist beinahe so alt wie der Entwicklungs-gang der Menschheit und schliesst sicliwenigstens nach ihrer künstlerischen Seite

eng an die Geschichte der Plastik an,indem die verschiedenen Stilarten mitihren Schönheiten wie mit ihren mannich-l'achen Verirrungen auf die Bearbeitung

der Edelmetalle übertragen wurden. Inden beiden letzten Deoennien hat sichDank der Mitwirkung namhafter Künst-ler, sowol Maler als Bildhauer, welche

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der Goldschmiedekunst Zeichnungen undModelle geliefert haben, in derselben einreiner und gesunder Geschmack ausgebil-det. Ein sorgfältiges Studium der Formen,

zumeist nach den Stilgesetzen der Alten, sowie reizende Combination der Ornamentezeigt die Ausstellung von Ciiristesen, Kopenhagen. Der in unserer Abbildung darge-stellte Tafelaufsatz ist von einem der ausgezeichnetsten dänischen Künstler entworfen.

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Die Juwelierarbeiten zeigen zum Thcil bekannte Formen antiker Modelle (eine der-selben erinnert an das irische Geschmeide der Vorzeit), doch hat Ciiristesen in denletzten Jahren seine Kraft mit gleichem Erfolge auch der Originalproduction zugewendet.

die abendländischen Völker in märchenhaftes Dunkel ge-hüllt blieb.

Vom sechsten bis zum dreizehnten Jahrhundert ging derHandel mit Indien ausschliesslich durch die Hände der Araber,welche die Waaren über das Rothe Meer nach Aegypten führten,wo sie von den Vcnetianern abgeholt wurden. Die Kreuzzüge,die bekanntlich neben den religiösen und politischen auchcommerciellen Interessen dienen mussten, belebten den Verkehrmit dem Osten und entfalteten die höchste Blüte des venetia-nischeu und genuesischen Handels. Die steigende Macht deritalienischen Städte, die in Europa den Markt für indischeWaaren bildeten, spornte zwei andere seefahrende Nationen,

die Spanier und die Portugiesen, zu dem kühnen Unternehmenan, Indien auf einem ununterbrochenen Seewege um die Süd-spitze Afrikas herum zu erreichen, ein I’roject, dem Spaniendie Entdeckung einer neuen Welt verdanken sollte.

Nachdem die Portugiesen im Jahre 141)8 durch Umseglungdes Cap der Guten Hoffnung den Seeweg nach Indien wirklichgefunden, vertheiltc sich der Handel mit dem Osten auf diegrossen Seestädte Portugals, Englands, Deutschlands und derNiederlande, und es wurden in Indien von den genanntenLändern sowie von Dänemark, Frankreich, Spanien, Belgienund Schweden zu verschiedenen Zeiten grosse Handelsgesell-schaften gegründet, unter denen die Britisch-Ostindische Com-