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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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J. J. DUCEL & FILS, PARIS.

Kein zweites Metall ist schneller in so ausgedehntem Maassezur Verwendung gekommen, als das unserer Zeit unentbehrlichgewordene Gusseisen, das nicht blos allen möglichen technischenZwecken ein vortreffliches Material bietet, sondern auch durchgeschmackvolle Ausbildung seiner Formen und seines decora-tiven Schmuckes immer mehr den ästhetischen Ansprüchen

des Gusseisens mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist, denndasselbe lässt sich weder biegen noch hämmern oder schweissenund nur schwer lötlien und ist dabei leicht zerbrechlich.Trotzdem ist die künstlerische Behandlung dieses Metalls biszu einem hohen Grade gediehen, und auch Frankreich hat inderselben schöne Erfolge zu verzeichnen. Unter seine renom-

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genügt, welche die Jetztzeit an die Erzeugnisse der Kunst-industrie stellt. Die decorative Ausstattung muss hier nichtnur, wie bei Verarbeitung jedes andern Metalls, dem Charakterder Grundidee und der Construction angepasst sein, sie mussganz besonders die Eigenschaften des Metalls berücksichtigen,und dies ist um so wichtiger, als die künstlerische Bearbeitung

mildesten Kunstgiessereien zählt die Firma J. J. Ducel & Filsin Pakis. Unsere Illustrationen geben eine klare Idee von derZeichnung der in diesem Etablissement erzeugten Gueridonsund Candelaber, aber sie vermögen leider keinen Begriff vonder Klarheit und Feinheit des Gusses zu geben, der so brillantist, dass er die Vollkommenheit der Bronzearbeiten erreicht.

Vielfältigkeit der gleichsam ineinander verschwimmenden Far-ben nachzuahmen, sowie das ebenso dichte als leichte Gewebeherzustellen. Durch die Vervollkommnung der Technik, dieAcclimatisation der kirgisischen Ziege und die Erfindung derSpulschütze (im Jahre 1819) wurden die Schwierigkeiten end-lich überwunden. Obwol nun die europäische Industrie in derVerspinnung der Kaschmirwolle sowie in der Zartheit, Ge-schmeidigkeit und Gleichmässigkeit der Gewebe eine hoheVollkommenheit erreicht hat, so ist doch durch die weiteVerbreitung des Artikels dem ächten indischen Shawl nichtsvon seinem Werthe genommen, vor allem, weil bei diesem dasDessin, infolge des eigenthümlichen Webverfahrens, nahezu

unzerstörbar ist, ein Vorzug, der allein schon den hohen Preiszu rechtfertigen vermag. Die historische Bedeutung der Sliawl-webereien von Kaschmir ist in den ältesten orientalischenWerken nachgewiesen. Unter der mohamedanischen Herrschaftgehörten die Kaschmirshawls zu den beliebtesten Kleidungs-stücken und bildeten deshalb einen der gesuchtesten Handels-artikel. Aber auch nach dem Sturze jener Dynastie, als durchdie staatlichen Umwälzungen in Oberindien der Verkehr, derdie Arbeit vieler tausend Hände vermittelte, ins Stocken ge-rieth, bewahrte die Sitte, dass jeder wohlhabendere BewohnerIndiens, Persiens und einiger Landstriche der Türkei mit einemsolchen Shawl bekleidet sein musste, die betreffende Manufactur