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L. MEISSNER, PARIS.
Es ist ein hoher Triumph des menschlichen Geistes, dasser jede Naturkraft, sobald er sie nur in ihren Geheimnissenerforscht hat, seinen Zwecken nutzbar zu machen weiss. Sohat auch die von Professor Galvani 1700 entdeckte Berülirungs-Elektricität der Technik zur Veredlung der Metalle ihre Dienste
vollen riatz ein. Es verdankt seinen Ruf der Tüchtigkeit seinesChefs, der — was in Frankreich nicht selten vorkommt —zugleich Künstler, Fabrikant und Kaufmann ist und die Ent-würfe zu seinen Arbeiten selbst anfertigt. Lehnen sich die-selben zuweilen antiken Vorbildern an, so sind sie doch in der
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leihen müssen und damit wurde ein ganz neuer Industriezweiggeschaffen, der die frühere Methode des sogenannten I’lattirensbeinahe vollständig verdrängt hat. In der Fabrikation galva-nisch versilberter Waaren nimmt unter den französischenFirmen das Etablissement von Meissner in Paris einen ehren-
weitaus grossem Mehrzahl als völlige Originale zu bezeichnen,welche der ungemein schöpferischen Phantasie des Meisters-ihre Entstehung verdanken, für dessen hohen Kunstsinn auchdie hier abgebildeten Gegenstände, eine Platte und eine höchstgeschmackvolle Schale, Zeugniss ablegen.
sind immer mannichfaltig, leicht, kunstvoll und farbenprächtig.Selbst die Plastik gibt, w r o sie ruhige Flächen zu decorirenhat, den Charakter des Teppichmusters wieder. Dieses De-corationsprincip ist überall, w T o Pracht und Eleganz entfaltetwerden sollen, vom grössten Vortheil, denn es schmückt inreichem Maasse, ohne den Zweck und Charakter des zu ver-zierenden Gegenstandes zu beeinträchtigen, was besonders da-durch erreicht wird, dass die Perspective ausgeschlossen ist.
Das umgekehrte Decorationsprincip, bei dem eine Plastikvorherrscht, die sich nicht unterordnet, sondern um ihrer
selbst willen da ist, hat stets dazu geführt, dass man Harmonieund Farbe vernachlässigte, und durch diesen Fehler sind alleeuropäischen Stilarten nach kurzer Blütezeit zum Verfall ge-bracht worden. Um nun in unserer Zeit, welche bei dem Mangelan jeglichem eigenen Stil umsonst einen solchen zu erreichenstrebt, wieder eine Meisterschaft zu erlangen, ist es namentlichin Bezug auf die Farbe, welche die schönste und reinste Formerst wirklich belebt, für unsere Kunstindustriellen von höchstemWerth, die orientalische Teppiohdecoration als die Quelle allerOrnamentik zu studiren und von ihr zu lernen, wie man künst-