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THOMAS HALL, EDIXBURG.
Als eine vorzügliche Leistung auf dem Gebiete der Zimmer-decoration veranschaulichen wir die von Thomas Hall, Edin-burg, ausgeführte Wand eines Speisezimmers im Stil der Maria-Stuart-Periode. Den mittlern Raum derselben nimmt ein Buffetein, auf dessen untern Paneelen die Köpfe Maria’s und Darnley’sin Malerei ausgeführt sind. Auf den Mittelpaneelen des obernTheils stellt ein Gemälde die Landung der von ihren vier
sie in Schottland eingefallen waren, einen Ueberfall beabsich-tigten. Derselbe wurde dadurch vereitelt, dass einer der aufBefehl des Anführers barfuss marschirenden Soldaten unver-sehens auf eine Distel trat und einen Schrei ausstiess, der denSchotten die Mähe des feindlichen Heeres verrieth, das alsdannin einem schrecklichen Blutbade vernichtet wurde. Die übrigenPaneele sind mit einem Stoff bekleidet, in den Disteln und
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kleinen Hofdamen, den Marien, umgebenen jugendlichen Königinan der Küste Frankreichs dar. Die beiden Seitenpaneeledes Buffets tragen in Lederimitation Wappen und MonogrammMaria’s. Ueber dem Buffet zieht sich ein Fries hin, der inGobelin - Manier die Sage von dem Symbol Schottlands, derDistel, wiedergibt. Man erzählt darüber, dass die Dänen, als
Lilien als Embleme Schottlands und Frankreichs eingewebtsind, während in einzelnen Feldern die Wappen von Schott-land, Maria, Darnley, Arran, Lennox, der Stadt Edinburgh undder Distelorden sehr hübsch ausgeführt sind. Zu beiden Seitendes Buffets steht ein geschnitzter Sessel, gleichfalls im Ge-schmack der Maria-Stuart-Periode.
hochentwickelte Fabrikation wenig oder nichts an die Seitezu stellen hat. Es möge hier nochmals darauf hingewiesenw’erden, dass das Studium der indischen Ornamentik für dieverschiedensten kunstgewerblichen Zweige eins der schätzbar-sten Förderungsmittel zu werden verspricht. Hier finden wirdie von der Natur gegebenen Motive mit vollkommener Frei-heit und doch in Uebereinstimmung mit allen Regeln derKunst verwerthet. Ueberall herrscht Gleichgewicht, Symmetrie,Regelmässigkeit. Die Blume ist im Profil oder von oben hergezeichnet, die Ranke schön geschweift in ebenmässiger Wellen-bewegung oder in der Spirale. Entfernt sich der indischeKünstler weiter von der Natur, so gestaltet er nur mit um so
grösserer Sorgfalt. Selbstverständlich handelt es sich nichtdarum, dass unsere Industriellen hier nur nachahmen. Es giltvielmehr, die Gesetze des Kunststils mit wahrhaft liebevollemEingehen auf den Geist derselben zu studiren, sie in unsereeigenste Anschauung, in unsere Individualität aufzunehmen,um so gewissermaassen einen neuen Stil zu schaffen, der unserist und zugleich echt künstlerisch und würdig erscheint.
Die Stilfrage berührt nun einmal alle Gebiete der hohenKunst wie der Kunstindustrie und hat ihre Bedeutung sowolfür die Glückskinder des Talents, welche die Muse in ihrenDienst nahm, als für die bevorzugten Laien, denen sie dieAugen zum Schauen und Gemessen öffnete. Wo es eine Kunst