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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
Entstehung
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JULES GIIAUX, PARIS.

In keinem andern Industriezweige ist, die Technik von demGriffel des Künstlers so abhängig wie in der llronzefahrikation.Gleichviel oh das Modell eine Statue ist oder oh es der orna-mentirenden Seulptur angehört, die geistige Arbeit des Ent-wurfs hat hei weitem den grossem Antheil an der Entstehung

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des Kunstwerks. In den Museen und Kunstsammlungen allerLänder sind uns Proben der staunenswerthen Vollendung er-halten, welche das Alterthum auf diesem Gebiete erreicht hat.Die heutige Industrie hat mit Hülfe zahlreicher neuer Processeauch in der bezeichneten Richtung einen mächtigen Aufschwung

genommen und besonders in Frankreich einen wichtigen Handels-zweig geschaffen, welcher jährlich etwa 8000 Arbeiter beschäf-tigt. Eine der bedeutendsten französischen Ilronzefabriken istdie von Jules Ghaux in Paris, von deren durch Kunst undTechnik gleich ausgezeichneten Producten unsere Illustration

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einen Candelaber und eine lcndule als mustergültige Leistungendarstellt. Vorzugsweise die letztem bilden in Frankreich denGegenstand speciellen Studiums, da dort kaum ein Hausauch bei bescheidener Ausstattung für seinen Salon eine der-artige Zierde entbehren mag.

deutlich unterschiedene Varietäten derselben vor uns haben:die wilde Kunst der turanischen Stämme, der dunkelfarbigenUreinwohner der Halbinsel, die jetzt nur noch in den Bergenoder in den unzugänglichsten Thcilcn des Flachlands zu findensind; die Kunst des Hindu, wie sie sich aus der Verschmelzungder arischen Einwanderer mit der turanischen Bevölkerunggebildet hat, und endlich die sogenannte indische Kunst, inwelcher wir deutliche Spuren persischer und arabischer Elementefinden, mit denen sie gemeinsamen Ursprungs ist. Leiderwerden die Sammlungen der kunstgewerblichen ErzeugnisseIndiens, die auf den Weltausstellungen zur Anschauung kommen,mehr und mehr mit Artikeln von zweifelhafter Nationalität

untermischt, wie, sie durch den Einfluss der englischen Gesell-schaft, der Missions- und Kunstschulen, der internationalenAusstellungen selbst und vor allem der von Manchester, Bir-mingham, Paris und Wien ausgehenden maschinellen Massen-production entstehen. Noch keine der bisherigen indischenCollectionen hat indessen dieses wachsende IJebel so deutlichzur Erscheinung gebracht, wie die im übrigen so kostbareSammlung des Prinzen von Wales. Man wollte dem zukünftigenThronfolger die höchste Ehre erweisen, und wie es öfters ge-schieht, dass man das Einheimische gering schätzt und denWerth des Ausländischen zu hoch anschlägt, so meinten vieleder eingebornen Fürsten und Häuptlinge nichts Besseres thun