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HOUDEBINE, PARIS. — SCHLOSSMACIIER, PARIS.
Die besonderu Eigenschaften,welche die Bronze für die so-genannte malerische l’lastik undfür die mannichfachste Behandlungdurch Ciseliren, Emailliren, Ver-golden u. s. w. so vorzüglich ge-eignet macht, hy,t in unserm Jahr-hundert noch niemand besser aus-zuniitzen gewusst- als die Fran-zosen. Sie zeigen eine Geschick-lichkeit in der Verarbeitung dieses
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Metalls, die aufs glücklichste vondem Geschmack des kunstsinnigenVolks unterstützt und getragenwird. Namentlich werden in Frank-reich Bronzestatuotten erzeugt, undauch IIounEuiNU in 1’akis bringtderartige Gegenstände zur Ausstel-lung, daneben Vasen von classisclierForm, die meistensHelief-Verzicrun-gen erhalten, wie dies auch bei derhier abgebildeten Vase der Fall ist.
M. Sciilossmaciiek in 1’aiuscultivirt mit vielem Erfolgeeinen besondern Zweig derBronzefabrikation, indem erumptsächlich Candelabcr,Kronleuchter und dergleichen
die kaum mehr als solchebetrachtet werden. Zweck-mässigkeit, Formenschönheit,Eleganz und tadellose Aus-führung müssen Zusammen-wirken, wenn ein "Werk ge-
produeirt, deren Herstellungum so mehr Sorgfalt erfordert,jo höher die Anforderungensind, welche die Jetztzeit anderartige Luxusartikel stellt,
schaffen werden soll, daswirklichen Kunstwerth be-sitzt, und die genannte Firmaist aufs eifrigste bestrebt,dieses Ziel zu erreichen.
englischer Muster die indische Kunst auf den Standpunkt desHandwerks herabzuziehen. Nicht weniger ungünstig haben dieenglischen Kunstschulen auf die indische Keramik, vordem dieedelste der ganzen Welt, gewirkt. Die crnstlichste Gefahrjedoch bleibt selbstverständlich die allgemeine Einführung desMaschinenwesens. Dieselbe wird voraussichtlich auf industriellemGebiete eine totale Umwälzung zur Folge haben, die, wennnicht eine auf verständiger Erw'ägung basirte öffentliche Meinungund die Herrschaft eines geläuterten Geschmacks als wohl-thätige Keagentien eintreten, die deoorativo Kunst Indiens in
die gleiche Verwirrung der I’rincipien stürzen muss, die fürdas Kunstgewerbe des ganzen westlichen Europa so verhäng-nissvoll geworden ist. ln unserm aufgeklärten Zeitalter sollteman wohl ein Verständniss dafür haben, wo die Grenzlinienfür die Maschinenarbeit liegen und wo die Handarbeit ihrliecht behalten muss. Man sehe wohl zu, ob Indien ein Feldfür Neuerungen in diesem Sinne ist und ob der finanzielleGewinn den Verlust einer Summe nationaler Bildung aufwiegt,wie sie in einer durch Jahrtausende nach vollkommen ent-wickelten l’rincipien herangezogenen Kunstiudustrie enthalten ist.