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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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KÖNIGLICHE POllZELLANFABIlIK, WOItCESTER.

Schon früher haben wir erwähnt, dass wul kaum ein zweitesEtablissement mit so glücklichem Erfolge den japanischen Stilwiedergegeben hat, wie dies der Königlichen Pokzellanfaisihk

vortrefflich nachgeahmt, auch das Gelieimniss der feinsten,zartesten Farbenmischung hat sie den Japanesen und Chinesenabgelauscht. Unter den Gegenständen, welche das genannte

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Etablissement in Paris exponirt, sind unbedingt diein rein japanischem Stil gehaltenenPilgrim-Vasen,die wir in unsern untern Abbildungen wiedergeben,das Hervorragendste, ln höchst geschmackvidier Um-rahmung zeigen dieselben auf den llauptilächen ihresElfenbein-Porzellans reizende Malereien, welche dieverschiedenen Manipulationen der Töpferei des 1(>. Jahr-hunderts darstellen. Die ausserordentlich schön aus-geführten Hüsten derMeister Luca dellaRobbia, Giorgio, MichelAngelo und RaphaelSanzio ragen zu beidenSeiten dieser Malereienauf henkelähnlichenAnsätzen über den Kör-per der Vase hervor.

Die Form der Vasen,der von Iladlcy ge-lieferte Entwurf, dieDecoration, welcheMcssrs. Callowhill aus-führten, sind in gleicherWeise meisterhaft, wiedas ungemein anspre-chende Colorit der Ma-lerei und der Grund-farbe. Dass die Firmaauch in andern Stil-arten und ManierenVorzügliches zu leistenvermag, beweisen un-sere übrigen Abbildun-gen, weiche verschie-

in Wokcestkr unter der tüchtigen Leitung ihres artistischenDirectors, R. W. llinns, gelungen ist. Doch nicht nur der Stildes kunstfertigen Volks im fernen Osten wird von dieser Firma

dene Genres von Porzellangefässen veranschaulichen-, derenhöchst gefälliger Form die technische Ausführung nicht nach-steht.

zierlichem Geschmeide, indem er die ihn umgebenden Dlumeuund Früchte oder die phantastischen Figuren der Gemäldeund Schnitzereien jenes Tempels zum Vorwurf nimmt, der sichin graziösen Linien über einem Hain von Palmen und Mango-bäumen jenseit des mit märchenhaften Lotosblumen bedecktenTeiches erhebt. Dort schimmern und leuchten die vom Windes-hauch bewegten Gewänder amnuthig schlanker Frauengestalten,die edelgeformte Krüge auf dem Haupte tragen. Und dasalles leuchtet und glüht und athniet ein reiches Leben wiedie farbenprächtige Schöpfung, die der Pinsel eines Tizian auf

die todte Leinwand zaubert. Eine traumhaft schöne Welt er-schliesst sich unserm geistigen Auge, wenn es die Wunder desindischen Palastes vor sich ausgebreitet sieht. Wir leben unshinein in das Wesen und Thun des Volkes im fernen Asien.Wir sehen am Abend die Männer die friedliche Heerde ausdem flüsternden Dschungel heimtreiben, sehen die Greise vorihren Hütten sitzen, hören die festliche Musik zu den Gesängendes Ramayana und Mahabharata und beneiden dies schlichteVolk mit seiner primitiven Cultur um den licht- und farben-reichen Traum seines Daseins.