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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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TOMKINSON & ADAM, KIDDERMINSTER.

Für den Charakter (1er decorativen Kunst einer Epochehaben neben den Tapeten und Möbelstoffen namentlich dieTeppiche eine hohe Bedeutung, indem sie für die meisten übrigen

ein kurzgeschorues Plüschgewebe, das unter dem NamenAx-minster bekannt ist und sich sowol durch Schönheit derZeichnung und harmonische Zusammenstellung der Farben, als

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Details zur Ausschmückung der Wohnräume den Ton angebenund die ihnen eigenthümlichen Ornamente sich auf fast allezu verzierenden Materialien übertragen lassen. Die Teppich-

durcli Güte des Materials auszeichnet. Die hier abgebildetenTeppichmuster gehören zwar nicht zu den eigens für die Aus-stellung angefertigten, von denen wir später noch Proben zu

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fabrikation Englands, unstreitig die bedeutendste Europas, ist [ veranschaulichen gedenken, doch lassen dieselben hinreichendauf der gegenwärtigen Ausstellung durch die Firma Tomkin- | erkennen, welche vorzüglichen Kräfte in dieser Fabrik nichtsos & Adam, Kiddermixstf.r, vertreten. Dieselbe fertigt nach > nur für den heimischen Bedarf, sondern auch für einen aus-Originalmustern, die im Etablissement selbst entworfen werden, gedehnten Export tluitig sind.

liehen hat diese ehrwürdige Kunst vor dem gänzlichen \ erfallbewahrt, und in ihr sind die wesentlichsten Lebensbedingungenderselben auch für die Zukunft enthalten.

Diejenige Art der Poterieu, welche vorzugsweise in Italienwahrhaft glänzend auftrat und die man nach dem Hauptorteihrer Fabrikation, der Insel Majorca, als Majoliken bezeichnet,hat das Schicksal mehrerer anderer Kunstzweige gctheilt: erstgeschätzt und überschätzt, dann vergessen zu werden, um alsAntiquität wieder zu erstehen und endlich als offenkundigeNachahmung neben den neueren Erscheinungen sich auf dembetreffenden Gebiete zu behaupten. Begünstigt durch den Zeit-

geist der modernen Kuustindustrie hat diese Fabrikation inder Gegenwart eine Bedeutung erlangt, welche weit über dasantiquarische, ja über das lokale Interesse binausgeht, wennsie auch in keinem Lande eine solche Vollkommenheit undVielseitigkeit erreicht wie in Italien.

DiePayencc (so genannt nach der italienischen Stadt Faenza),welche eine Zeit lang die Majoliken verdrängt zu haben schien,beherrschte die Keramik bis zur Erfindung des Porzellans undist in den letzten Jahrzehnten in den meisten europäischenIndustriestaaten wieder zur vollsten Geltung gelangt. Künst-lerisch betrachtet beruhen auch diese Arbeiten auf der Wieder-

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