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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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H. J. & L. LOBMEYR, WIEN.

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In der Entwicklung der Glasfabrikation ist der Einfluss derWissenschaft in vorzüglichem Grade wahrnehmbar; denn obwoldie Technik der Alten auch auf diesem Gebiete Herrliches ge-schaffen hat, so stehen doch die bewunderungswürdigstenLeistungen der Neuzeit in deutlichem Zusammenhang mit dervervollkommueten Kenntuiss der Natur des Glases. Ueber denStandpunkt dieser Industrie in den verschiedenen Ländern

II. J. & L. Loiimkye in Wikn, deren Chef, selbst ein ausge-zeichneter Künstler, die verschiedenen Arbeiten mit ebenso-viel Geschick als Erfahrung und sachlichem Urtheil leitet. Dieeinfachsten, aus dieser Fabrik liervorgegaugenen Gcbrauehs-gegenstände wie Trinkgläser etc. zeichnen sich nicht wenigerals die dem Luxus dienenden Objecte, deren wir beistehendeinige abgebildet haben, durch Reinheit des Stoffes wie durch

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haben die letzten Weltausstellungen und so auch die gegen-wärtige wichtige Aufklärung gegeben, und überall lassen ihreResultate erkennen, dass das Studium des Materials und dieHeranziehung der besten künstlerischen Kräfte unfehlbareMittel zum Erfolge sind. Einen Reweis hierfür liefert die un-gemein reichhaltige und interessante Collection der Firma

Zartheit und Anmuth der Formen aus. Die namhaftestenKünstler Oesterreichs schätzen es sich zur Ehre, für einenFabrikanten zu arbeiten, der ihre geistigen Schöpfungen ineiner Weise zu gestalten vermag, dass die Wirkung derselbenderjenigen der farbenprächtigsten Bilder gleichkommt.

die Flächen der Ausstcllungsgebäude zu verzieren, sowol durchplastische als coloristische Wirkung. F'ür ein umfassendesStudium der Kunst bieten die verschiedenen Abtheilungen diegünstigste Gelegenheit, da sie in nie gesehener Mauniohfaltigkcitund trefflicher Anordnung die lroducte aller Zeiten in Terra-cotten, Majoliken, Fayencen und Porzellan vereinigen. Hierfinden sich denn auch Künstler und Kenner jeder Nationalitätmit der Masse der ungelehrten Kunstfreunde zusammen, beideren Urtheil Alter und Name sowie die bizarre Form dosObjects nur allzu oft maassgebend sind.

Der Trocadero und das Marsfeld stellen die Arbeit derVergangenheit und die der Gegenwart einander gegenüber. In

der retrospectiven Ausstellung des erstcren ist durch privateund öffentliche Sammlungen veranschaulicht, was die Keramikdes Alterthums, des Mittelalters und der F'olgezeit liervor-gcbracht hat, während der Industriepalast zeigt, was der Geistund die llaml des Menschen in unsern Tagen zu schaffen ver-mögen. Die Ausstellung des Trocadero gibt einen Begriff vondem Reichthum, den uns die frühesten Jahrhunderte in denverschiedenartigsten Arbeiten aus gebranntem Thon überlieferthaben. Die Kunsttöpferei des Morgenlandes und die des Abend-landes sind in gleich würdiger Weise vertreten. Glasirte Ziegelmit Blumenornamenten aus der Khalifcnzeit, ein Brunnen ausTerraeotta mit glasirton Verzierungen und Inschriften geben