EGISTO GAJANT, FLORENZ. — FOURDINOIS, PARIS.
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Vermöge einer aiiRgezeielineten technischen Tüchtigkeit, eineseminenten Zeichentalents und begünstigt fluroli den wahrhaftunerschöpflichen lteichthum antiker Kunstschätze liat die ita-lienische Nation auch in der Gegenwart auf dem Gebiete derMöbelfabrikation Vortreffliches geschaffen. Den schönen Tra-
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ditionen der altitalienischen Kunst, wie sie dieselben von denGriechen überkommen hat, ist auch einer ihrer grössten Meister,der Florentiner Euisto Gajani, treu geblieben, von dessen werth-vollen Beitrügen zur Weltausstellung wir einen mit herrliche]'Schnitzerei phantasierend] verzierten Schrank abbilden. —
Neben dieses Prachtwerk der modernen italienischen Kenais-sance stellen wir als Frzougniss der französischen Industrie einSchränkchen mit Vase aus der Gollection von Fouhiiinois, der
als Kunsttischler und als Rccoratcur unter seinen Faohgenossenobenan steht. Das zierliche Möbel macht in seiner stilvollenEinfachheit denselben geistig erfrischenden Eindruck wie alle
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Werke dieses genialen Künstlers; ebenso ist die in weichemPorzellan und vergoldeter Bronze ausgeführte Vase ein Musterguten Geschmacks und sorgfältiger Arbeit.
gehaltenen Erzeugnisse ein ganz eigenthümlich wirkungsvollesGepräge und zeigen zum Unterschied von den chinesischen weitgrössere Feinheit des Materials, mehr Eleganz in den formenund mehr Feuer in der Deeoration. Freilich begegnen wirauch hier manchen Extravaganzen. Die Nachahmungen dciElfenbeinschnitzereien sowie die zur Verzierung grosser r laschendienenden Darstellungen in eomplicirten Gruppen wirken, ähn-lich einer mit Fischen, Schlangen und Fröschen deeorn tunPalissyschüssel, eher als Kunststück denn als Kunstwerk. \\ nlernen in der Ausstellung dieser beiden Länder zugleich, was
die nationale Kunst zu leisten vermag, was sie wirklich leistetund wohin sie sich zuweilen verirrt. Einen Vorzug aber batdas japanische wie das chinesische Porzellan vor dem euro-päischen: in der Art, wie hier die Gegenstände mit den Orna-menten umzogen und wie die Farben zusammengestellt sind,bleibt es immer decorativ verwendbar.
Die indische Abtheilung gibt leider kein vollständiges Bildder einheimischen Kunsttöpferei, die in ihrer Einfachheit, Bein-licit und Unmittelbarkeit eine der schönsten Leistungen desHinduvolks in kunstgewerblicher Beziehung darstellt. Vor
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PARISER WELT AUSSTELLUNG. I.