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FROMENT - MEURICE, PARIS.
Was llapliael in dem Gebiete der Malerei,Tliorwaldsen in der plastischen Kunst, Reethovenim Reiche der Töne, das ist Renvenuto Cellini fürdie Goldschmiedekunst, der er die herrlichsten, un-
übertroffenen Vorbilder geschaffen hat. Es istdaher bezeichnend für die Grösse des PariserJuweliers Froment-Meurice, dass man ihn den
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französischen Renvenuto Cellini nennt und seineWerke denen des altitalienischen Meisters ver-gleicht, unter dessen geschickter Iland die voll-
endetsten Gebilde entstanden, denen eine Künst-lerseele ihren Odem eingehaucht. In der T'hatbildet die Ausstellung von Froinent-Meurico einen
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Glanzpunkt des Industriepalastes auf dem Mars-felde. Tafelaufsätze, Vasen, Schalen, vollständigeServices in Edelmetall, sowie die reizendsten und
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kostbarsten Schmucksachcn der verschiedensten Art sind hier zu einemhöchst geschmackvollen Ensemble vereinigt, dem wir einige Gegenständefür unsere Abbildung entnehmen. Dieselbe lässt freilich nur die Form derDiamantbroclie erkennen, deren kostbare Steine durch ihren Strahlenglanzdas Auge des Beschauers blenden, und gibt nur eine Idee von der Zeichnungder überaus zart gearbeiteten Emailarmbänder, die den Werken Cellini’s gleich-
kommen. Von origineller Form ist die in getriebenem Silber hergestellteLampe, die, von Centauren getragen, auf einem viertheiligen Fusse ruht,der wie die ganze Arbeit in gediegener, man könnte sagen schwererEleganz ausgeführt ist, die indessen niemals plump erscheint und neben dendurch anmuthige Leichtigkeit der Form charakterisirten Arbeiten derFirma gleichberechtigt auftritt.
Selbständigkeit nicht immer vom Glück begünstigt, denn dieAusführung einer schwierigen Methode, die Herstellung einerneuen Farbe und die Ivolossalität der Form vermögen nuneinmal nirgends für den Mangel an Schönheit zu entschädigen.
ln keinem andern Lande Europas ist der Thonwaaren-industrie ein so weites Feld geöffnet. Die mannichfache Ver-wendung, welche die Erzeugnisse derselben in ganz Englandfinden, ist in den Lebensgewohnheiten des englischen Volkesbegründet. Das feuchte Klima hat für Squares und llaus-gärten die aus Fayence gefertigten Sitze in Aufnahme ge-
bracht; Medaillons mit grünen und blauen Reliefs werdenhäufig zur Verzierung der Möbel angewendet. In einen vor-nehmen, in altsäclisischem Geschmack eingerichteten Speisesaalgehört ein Schrank mit buntem Geschirr, und selbst in schlichtenWolinräumen ist der Kaminsims mit Vasen decorirt. DieMahlzeiten auch der bürgerlichen Häuser bedingen bei allerEinfachheit einen reichlichen Verbrauch von Tafelgeschirr undbildet daher das Steingut und Porzellan einen wichtigen Rc-standtheil der häuslichen Einrichtung. Freilich fehlt dafürmeist das irdene Kochgeschirr, während die Fabrikation von