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BOYER & FILS, PARIS.
Die Verwendung der Bronze hat im Laufe der Jahrhundertedie mannichfaehsten Wandlungen erfahren. Im Blütenalter dergriechischen Kunst wurden aus ihr, dem Erz des klassischenAlterthums, die Götter- und Heldengestalten gebildet; demchristlichen Mittelalter war sie die Stimme, die den Lebenden
wie sie vor allem die französische Kunst aufs mannichfaltigsteund reizvollste zu formen und zu verzieren versteht. So hatdie alte Firma Boyer & Fils, Paris, in der decorativenBehandlung der Bronze wirklich Grossartiges geleistet. Leiderist es unmöglich, auch durch den besten Holzschnitt die Wirkung
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ruft und den Todten beklagt; eine spätere Zeit fand in iihrdas Hauptmaterial für ihre mörderischen Geschosse und Zer-störungsmaschinen und nachdem auf diesem Gebiete der Stahlherrschend geworden, erscheint sie am häufigsten im Monumentoder im Dienste der Industrie 'in zahlreichen Luxusgegenständen,
gerade dieser Kunstschöpfungen wiederzugeben. Die dargestellteJardiniere ist ohne in einem bestimmten Stil gehalten zu sein,in allen ihren Theilen vollkommen harmonisch und mit wahrhaftkünstlerischer Feinheit decorirt.
zelne Zweige desselben entfalteten sich in so eigentüm-licher Weise, dass ihre Entstehung zum Theil heute noch einRäthsel ist.
Schon im frühen Mittelalter hatte die Töpferkunst auf fran-zösischem Boden eine Pflanzstätte gefunden. Noch jetzt zeigtman aus jener Zeit emaillirte Fliesen, mit denen die Kirchengepflastert waren. Zu Anfang des lti. Jahrhunderts gab es in
der Umgegend von Beauvais grosse Töpfereien, deren Erzeug-nisse würdig erachtet wurden, die Tafeln der Reichen undVornehmen zu zieren, doch kam das Beste und Schönste dieserArt noch lange aus Italien. Katharina von Medici veranlassteden Italiener Gonzaga in Nevers eine Thonwaarenfabrik nachitalienischem Muster anzulegen. Um jene Zeit entstanden auchdie beiden eigentliümlichen Genres, denen Frankreich einen