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YENICE & MURANO COMPANY.
Die Glasfabrikation Venedigs fand bisins 18. Jahrhundert ibre eigentliche PHege-stätte auf der Insel Murano. Die alten
Muranesen besassen zwei wesentliche Er-fordernisse, um ihre Industrie zur Kunst
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zu erheben und aus ihrer Kunst eine In-dustrie zu machen: das leichte, bildsame
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Material, das die Erfahrungen der Jahr-hunderte vervollkommnet hatten, und das
künstlerische Feingefühl, das noch heuteder Bevölkerung eigen ist, und mit dessenHülfe das schöne Kunstgewerbe in unsernTagen wieder aufzuleben vermochte. Bei
auf den Weltausstellungen zu sehen ge-wohnt sind, und wie sie gegenwärtig inParis durch die Venice and Mubano Companyvertreten ist, beruht ursprünglich auf derNachahmung der alten Kunstwerke, obwol
sie diesen Standpunkt in mancher Hinsichtüberschritten hat. Auch die hier abge-bildeten Erzeugnisse der genannten Ge-sellschaftsind grossentheils Nachbildungen
der Betrachtung der Glasarbeiten, die alsKunstschätze in den Museen und Samm-lungen aller Länder aufbewahrt werden,begreift man das hohe Ansehen, in welchem
einst die Meister von Murano standen, zudenen Fürsten und Künstler wallfalirteten.Die heutige Industrie, wie wir dieselbe inihrem Reichthum und ihrer Vielseitigkeit
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antiker Modelle. Dieselben zeigen einestaunenswerthe Mannichfaltigkeit derFormen und Farben, und findet sich nebenclassischer Reinheit des Stils auch manches
Bizarre, so bekundet doch jedes einzelneObject eine bewunderungswürdige Technik,und die meisten derselben sind auch inkünstlerischer Beziehung den alten Vor-bildern gleichzustellen.
zur Nachahmung desselben angestellt, und so kam in Frank-reich zuerst im Jahre 1G95 ein einigcrmassen ähnliches Mate-rial in Aufnahme, das indessen äusserst schwierig herzustellen,in der Form wenig bildsam und in der Hitze nicht ausreichendwiderstandsfähig war. Dasselbe bestand in einer aus verschie-denen Stoffen zusammengesetzten Glasmasse, die durch weisseSubstanzen undurchsichtig gemacht wurde. Im Jahre 1738
entstand die Porzellanfabrik im Schlosse von Vincennes, die1753 von den Generalpächtern nach Sevres verlegt und 1759von Ludwig XV. angekauft wurde, seit welcher Zeit sie un-unterbrochen Staatseigenthum geblieben ist. Hier, wie seitAnfang des Jahrhunderts in Paris, Lille, Chantilly und in derFolge auch in Sceaux, Orleans, Etoile, Arras wurde noch immerjenes weiche Frittenporzellan erzeugt; denn obwol das Geheim-