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LUCRAFT & SON, LONDON.
Der Stil des achtzehnten Jahrhundertsin seiner edelsten Vollendung wird von
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vielen englischen Möbelfabrikanten bevor-zugt, so auch von Lückaft & Son, London,die mehrere tüchtige Künstler herangezogen
haben, nach deren Zeichnungen sie ihreWerke ausführen. Zu diesen gehört Chip-
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pendale, der auch für die nebenstehend abgebildeten „hängenden Cabinets“ denEntwurf geliefert hat. Dieselben sowie der grosse Schrank aus Atlasholz dürftenauf den ersten Blick fast zu einfach erscheinen bei ihrem Mangel an Schnitzwerk;indessen wird dasselbe überflüssig durch die hübschen Intarsien, die an Ge-schmack wie technischer Vollendung nichts zu wünschen übrig lassen. Besondere
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Effecte sind damit an dem Schrank von Atlasholz erzielt, dessen schön ge-dämpftem Grundton die Intarsien in andersfarbigen Holzarten entsprechen, wo-bei auch die Zeichnung sehr gefällig ist. Ein weiterer Vorzug dieser Arbeitenist die ausserordentliche Solidität, die sich den englischen Kunstmöbeln fastdurchweg nachrühmen lässt.
Schönheit der Zeichnung, die Zierlichkeit der Formen und denFarbenreichthum der Decoration. Jeder Kunstfreund kenntdas wundervolle Maigrün und das duftige Rosa, das dunkleKönigsblau und das helle Türkisblau der alten Sevres-Vasen.Eine Zeit lang schien das Gelieimniss derselben verloren ge-gangen zu sein, doch hat die Wissenschaft der Neuzeit nichtnur diese Farben, sondern auch eine Anzahl neuer schönerNuancen entdeckt. Seitdem die Fabrik in den Besitz des Staates
überging, ist sie eine Kunstschule für ganz Europa geworden.Die namhaftesten Künstler haben derselben die Zeichnungengeliefert oder die Malereien ausgeführt, die erfahrensten Che-miker haben an der Vervollkommnung des Materials gearbeitet.
Nach der Auffindung der echten Porzellanerde im Jahre1768 hatte es geschienen, als ob in Zukunft das harte Por-zellan allein die Industrie beherrschen werde, und zu Endedes Jahrhunderts wurde in Sevres die Erzeugung der weichen