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LEROY & FILS, PARIS.
Lange Zeit hat die Schweiz das Monopolder Uhrenfabrikation bewahrt, und sie gilt auchnoch heute als Meisterin, wenn auch nicht alsalleinige Meisterin auf diesem Gebiete. Wieaus den Verhältnissen erklärlich, waren fran-zösische Industrielle die Ersten, welche esden schweizerischen Uhrenkünstlern nach-zuthun suchten und zwar zunächst in denDepartements, welche an die Schweiz grenzen.Da Paris aber der Sammelplatz sämmtlicherIndustrien in ihren vorzüglichsten Leistungen
Arbeiten aufnehmen. Leroy & Fils, dieeinen der prachtvollen Läden des PalaisRoyal einnehmen, hatten u. a. die Uhr aus-gestellt, welche der Holzschnitt dieses Blatteswiedergibt. Das Werk dieses mit Thermo-meter, Datum- und Monatszeiger verbundenenChronometers ist ebenso exact und sorg-fältig gearbeitet, wie das ganze Arrangementund die Decoration der auf fabelhaften Un-geheuern ruhenden Stutzuhr schön ist, die,gleich weit von zerbrechlicher Zierlichkeit
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von jeher gewesen ist und bleiben wird, treffen wir dort I wie von Schwerfälligkeit entfernt, eine höchst efl’ectvolle undUhrenfabriken, deren Erzeugnisse es mit allen gleichartigen | geschickte Behandlung des Schmiedeeisens offenbart.
derselben konnten eine Hitze von mehr als 300° C. aushalten.Nach langen mühsamen Forschungen und unzähligen prakti-schen Versuchen hat man neuerlich ein Verfahren entdeckt,mittelst dessen sämmtliche Farben innerhalb derselben Zeit beidreimal höherer Temperatur eingebrannt werden, wodurch siesich weit fester mit der Glasur verbinden und an Glanz undDauerhaftigkeit gewinnen.
Eine weitere Errungenschaft der letzten Jahre ist die, wiees scheint, von Sevres ausgegangene, als päte-sur-pate bezeich-nete Decorationsmethode. Seit langer Zeit hatte die unver-gleichliche Schönheit der berühmten Portland-Vase den Wett-
eifer der Künstler und Kunstindustriellen rege erhalten. Be-kanntlich wurde dieses Prachtstück altrömischer Keramik, früherBarberina-Vase genannt, zwischen den Jahren 1623—44 in derUmgegend von Rom aufgefunden und vom Herzog von Portlandfür das Britische Museum in London erworben; dasselbe bestehtaus einer blauen, mit weissen Reliefs verzierten Glasmasse.Schon Wedgwood wagte sich, unterstützt von dem kunstver-ständigen Flaxman, an eine Nachbildung desselben in demvon ihm erfundenen Jaspisporzellan. Nachdem man nun durchdas neue Verfahren die Wirkung jener wunderbaren Technikim wesentlichen erreicht hat, ist die Nachahmung des antiken