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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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F. BOLLARTH, WIEN.

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In den kleinen Ortschaften des böhmischen Erzgebirgesgedeiht, wie im sächsischen Erzgebirge die Spitzenindustrie,welche alle Arten des zarten Gewebes Point ä laiguille, PointVenise, Duchesse, Chantilly, Guipure, Yalenciennes, Torchon etc.mit unermüdlichem Fleiss erzeugt, den zu unterstützen gewiss

gebirge waren. Unter denselben befand sich auch der durchunsern Holzschnitt dargestellte Sonnenschirmüberzug, dessenstilvolles Dessin vom Prof. Storck entworfen und in Point älaiguille so wundervoll ausgeführt wurde, dass die Arbeit einerFürstin würdig ist, in deren Besitz sie denn auch in der

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ein verdienstvolles Werk ist. Die Firma F. Bollabth, Wien,lässt sich dies seit langer Zeit eifrig angelegen sein, wie auchdie Gegenstände, die sie in Paris ausgestellt hatte, ausschliess-lich Erzeugnisse der Hausindustrie aus dem böhmischen Erz-

That überging, da die Kaiserin von Oesterreich den Sonnen-schirmüberzug erworben hat, ebenso zwei andere Ausstellungs-objecte der genannten Firma, die wir später im Bilde bringenwerden.

ersetzt, um auf diesen die Malerei aufzutragen. Der farben-reichste Blumenschmuck gibt hierdurch auf mattem Grunde diereizendsten Effecte. Die Ausstellung zeigte einige wunderschöneExemplare dieser Art eingelegter Arbeit, die namentlich imitalienischen Stil vielfach Anwendung findet und die prächtig-sten Contraste ermöglicht.

In der Ausbildung der Form nehmen wir im Vergleich mitfrühem Ausstellungen einen höchst erfreulichen Fortschrittwahr. Die geläuterte Kunstanschauung spricht sich wol amklarsten darin aus, dass die Natur des Materials in den meistenFällen richtig erkannt und sorgfältig berücksichtigt ist undals Misgriffe in diesem Sinne nur einzelne, offenbar für Metall-

oder Ilolzarbeit berechnete Entwürfe zu bezeichnen sind.Ebenso ist hinsichtlich der Decoration eine wesentliche Ge-schmacksverbesserung zu constatiren. Die gewohnlieitsmässigeNachahmung der grossen Meister, die ermüdende Wiederholungmythologischer und landschaftlicher Scenen tritt beiweitem sel-tener auf, im Figuralen findet eine massvollere Vertheilungstatt und an die Stelle des überladenen Blumenschmuckes isteine dem echten Natursinn mehr entsprechende Ornamentirunggetreten. Von den in gigantischen Verhältnissen ausgeführtenVasen bis herab zu den kleinen zierlichen Theetassen enthältdie Collection wahre Perlen der Keramik.

Vor allem fällt die berühmte Neptun-Vase sowie die für

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TARISER WELTAUSSTELLUNG. I.