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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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MARSH, JONES & CRIBB, LEEDS

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Im Vergleich zu der leichteren, heiteren Ornamentik Frank-reichs zeigen die Möbel Englands einen ernsten, strengenStil, der sich eng der Gotliik und Renaissance anlehnt, beideStilarten aber für seinen Gebrauch so umgewandelt hat, dasssie als national und specifisch englisch zu bezeichnen sind.Daneben wird mit Vorliebe der sog. Empirestil gepflegt. Mitfast zu reicher Abwechselung und in zuweilen geradezu über-

Mvrsh, Jones &Cribb hiLeeds geuen m dem hier abgebildetenCredenztiscli ein Beispiel von der reichen Ornamentik derenglischen Kunstmöbel. An dem tlieils polirten, theils un-polirten braunen Eichenholz desselben ziehen sich Leistenund Simse von Ebenholz hin; Paneele mit Intarsiatur undSchnitzwerk füllen die Hauptfelder, namentlich die Thüren desoberen Tkeiles, welche von achteckigen Säulen getragen und

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ladeuer Weise kommen dabei Malereien, Intarsien und plasti-sche Ornamente zur Anwendung, die am häufigsten Begeben-heiten aus der englischen Geschichte oder der Bibel zum Vor-wurf nehmen und eine Mannichfaltigkeit in Farben und Formendarbieten, die von strengstem Kunstsinn überwacht werdenmuss, wenn sie nicht unschön werden soll.

h reunde der Keramik an den von der Mehrzahl überwundenenTraditionen des letzten Jahrhunderts beharrlich festhalten undweder die leuchtenden Farben, noch die Götter und Göttinnen,die Porträts und Landschaften, die kolossalen Blumengewindeund Goldstreifen missen mögen, wollen andere den Aufwandin der Decoration noch mehr beschränken. So verlangt CharlesBlanc, einer der tüchtigsten Vertreter der Wissenschaft, bei-den neu errichteten Lehrstuhl für Aesthetik und Kunstgeschichteam College de France einnimmt, in einem seiner Vorträge überKeramik, worin er speciell die Principien der Porzellanmalerei

von reich geschnitzten Pilastern begrenzt werden, über denenein Fries in Lederpapier kunstvolle Verzierungen zeigt. Beson-ders schön sind die Basreliefs in mattgehaltenem Eichenholz,welche die vier Schubkästen unterhalb des eigentlichen Tischesschmücken.

behandelt, für die letztere nur die Wirkung zweier ych er-gänzender Farben, wie Grün und Roth, Gelb und Violett mitihren die Contraste vermittelnden Kebentönen.

Begreiflicherweise hat die Fabrik von Sevres unter ihrenverschiedenen Leitern manche Veränderung erfahren, sodassin ihrer Production bald das künstlerische, bald das technischeElement überwog. Der als ausgezeichneter Chemiker bekannteRegnault hat sich besonders durch die Einführung der Metall-farben verdient gemacht. M. Robert, der gegenwärtige Direc-tor der Fabrik, beherrscht sein Fach sowoi nach der chemisch-

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