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WILLIAM WALKER, LONDON.
Nachdem die englische Kunsttischlerei lange mit zweifel-haftem Erfolg den ihrer Eigenart fremden Renaissancestil ge-pflegt und die massive Schwerfälligkeit ihrer besten Fabrikateauf den frühem Weltausstellungen unvortheilhaft mit dergraeiösen Eleganz eines Fourdinois und Eemoine contrastirthatte, ist sie in neuerer Zeit mit Glück auf die mittelalterlichenGesetze der Architektur, den sächsischen und normannischen
trefflich harmonirt. Namentlich im letzten Jahrzehnt hat dieGothik in Verbindung mit neuern Motiven in der Möbelindustrieimmer mehr Eingang gefunden. Ueberall sieht man in dengrossen englischen Etablissements Bücherschränke, Credenztische,Büffets in diesem Geschmack mit den manniclifachsten Verzie-rungen, mit Spiegeln und mit Medaillons in kunstvoller Fayence.So ist der von William Walker, London, ausgestellte Speise-
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Stil mit ihren zahlreichen Variationen zurückgegangen, derenschlanke, ebenmässige Formen selbst von den Franzosen ge-würdigt werden und deren halb kirchlicher, halb feudalerCharakter mit dem ernsten Tone ruhiger Vornehmheit , wie erin den Häusern der englischen Aristokratie herrschend ist, ver-
schränk im anglo-maurischen Stil aus braunem Eichenholz, vonwelchem sich die Ornamentirung in Birnbaum und Ebenholzwirksam abhebt, in seiner Art als ein Prachtwerk zu bezeichnen.Her Entwurf desselben ist von I)avey, dessen stillvolle Zeich-nungen wesentlich zu den Erfolgen der Firma beigetragen haben.
dem perlmutterartigen Glanze, der sie, je nachdem das Lichtdarauf fällt, in verschiedenen Nuancen spielen lässt.
Hie Wiege der echten Majoliken und zugleich die Stätteihres höchsten Glanzes war Urbino. Hie Technik derselbenwar insofern eine schwierige, als die noch feuchte Glasur (eineMischung aus Zinn und Blei), die einen opaken Ueberzugbildete, auf welche die Malerei aufgetragen wurde, die Farbebegierig einsog, wodurch es unmöglich wurde, einen Fehler
zu verbessern. Has Gefäss wurde sodann nochmals in eineflüssige Glasur getaucht und wanderte wiederum in den Ofen.Auf diese Weise schmolzen Glasur und Malerei derartig zu-sammen, dass die letztere zur wirklichen Schmelzmalerei mitallen Eigentümlichkeiten derselben wurde.
Charakteristisch für die erste Periode war die Fabrik vonGubbio, die ihren Einfluss grossentheils der Bedeutung einesMannes, Giorgio Andreoli, verdankt, der zu den Koryphäen