F. & C. OSLER, BIRMINGHAM.
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Neben einigen sehr schönen Lustres brachte dierenommirte Firma F. & C. Osi.f.h, Birmingham, Möbelaus Glas; ein wunderbarer Industriezweig, der einerSpielerei sehr ähnlich sieht, gleichwol eine technischeKühnheit und Fertigkeit verräth, die an sich Aner-kennung verdient, wenn auch den Wunsch nahe legt,dass soviel Geschicklichkeit eine andere Richtung ein-sehlagen möge. Der Krystallsessel und der Tisch aus
demselben Material, welche Osler ausgestellt hatte,wollten uns gar zu sehr als Künstelei erscheinen, da-gegen mussten wir den daneben stehenden gothischenSchrank bewundern, bei dem selbst die sehr scliöuornamentirten Spitzbogen in Krystall ausgeführtwurden und nur die eigentlich stützenden, tragendenTheile aus Holz und Metall bestehen, das neben demllauptmaterial jedoch völlig in den Hintergrund tritt.
der deeorativen Kunst gehört. Das Eigenthümliche seinerPoterien besteht besonders darin, dass er auf die echte Ma-jolika den irisirenden Metallglanz der Mezzamajolika^ über-trug, zu deren goldenen und silbernen Tönen er den Kupfer-ton , ein äusserst tiefes und gesättigtes Orangeroth erfand,während er zu der beschränkten Farbenscala ein wundervollesRubinrotli hinzufügte, das nach seinem Tode verloren ging.Hinsichtlich der rein deeorativen Wirkung stehen seine W erkein der gesummten Majolikafabrikation oben an; seine mit feuriggoldenen Arabesken auf dunkelblauem Grunde geschmückten
Schalen und Teller sind geradezu unvergleichlich. Dafür schufdie Fabrik von Urbino das Vollendetste in der Zeichnung,sodass ihren Werken für alle Zeiten der höchste Kunstwerthgewahrt bleibt. Allerdings machen dieselben, in Masse be-trachtet , durch die Armuth der Palette leicht einen eintönigenEindruck, doch haben auch sie ihren malerischen Reiz, denndie Beschränkung der Mittel ist in der Kunst zuweilen eherförderlich als nachtheilig, indem sie vor Ausschreitungen be-wahrt und zu einer intensiveren Kraftentwicklung führt. Hierergeben die zu Gebote stehenden Farben eine schöne, kräftige
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