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CHALLEN & SON, LONDON
Zu den bedeutendsten Pianofortefabrikanten Englands ge-hören Challen & Son, London, die in Paris u. a. das sog.-,Grand Cottage“-Piano ausgestellt hatten, welches unserHolzschnitt veranschaulicht. Das Gehäuse dieses in rein alt-englischem Stil gebauten Pianos ist aus Atlasholz gefertigt,
Instrumente. Massvolle Vergoldung schmückt den mit einerEbenholzgalerie gekrönten Sims. In dem ganzen Werk istjener überladene Schmuck, der sich bei Pianos oft anspruchs-voll in den Vordergrund drängt, glücklich vermieden und beialler Eleganz des Gehäuses das Hauptgewicht doch auf den
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das in England viel verarbeitet und höchst geschickt durchIntarsien von andersfarbigen Holzarten, Elfenbein, Perl-mutter etc. verziert wird. Die Paneele des Instrumentes zeigensolche Intarsien, die vier kleineren derselben Medaillons mitBlumen und Vögeln, das Mittelpaneel eine Gruppe musikalischer
rein technischen Theil der inneren Einrichtung gelegt, derdenn auch allen Anforderungen gerecht wird und eine so guteDauer verspricht wie der Ton des Instrumentes klangvoll, zu-gleich kräftig und weich ist.
geführt wurden. Hier fuhr man fort, den Stil derselben zupflegen, jedoch ohne die Schönheit der Originale zu erreichen.
Unter den italienischen Ausstellern von 1878 nennen wir:Giovanni Sdinaci in Gubbio, der an seinen Vasen, Amphorenund mit Figuren verzierten Medaillons das metallisch glänzende,irisirende Farbenspiel seines berühmten Landmannes Giorgionachzuahmen sucht; Torquato Castellani in Rom, der dieMajoliken der ersten Periode mit möglichster Treue wiederzu-geben trachtet; Renucci & Latti in Pesaro, die in ihren mitfigürlichen Darstellungen reich verzierten Schüsseln und Vasen
den Stil des fünfzehnten Jahrhunderts reproduciren; ISertanziin Umbertide, der die herrliche Keramik der Etrusker imitirt;Farina & Sohn in Faenza, die eine Fagade der italienischenAbtheilung mit Medaillons in Fayence kunstvoll decorirt haben;Ferniani (gleichfalls in der Stadt der altberühmten Fayencen),dessen Medaillons das Vestibül der italienischen Abtheilungschmücken; Giustiniani in Neapel, der sowol den etrnrischenals den griechisch-sicilianischen Stil sowie den des fünfzehntenJahrhunderts cultivirt; Leons in Catane, dessen farbige Terra-cotten sicilianisehe Costüme darstellen; Pnri in Siena, den