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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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MINTON, HOLLINS & CO., STOKE-üPOX-TRENT.

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Die enthusiastische Vorliebe, mit welcher die Gegenwartdie kunstmässige Erzeugung der Fayencen wieder aufgenommenhat, kommt am augenfälligsten in der Ausstellung Grossbri-tanniens zur Erscheinung, das auf diesem Gebiete einen wahrhaft

luxuriösen Reichthum entfaltet. Der Anblick dieser zahlreichen,meist künstlerisch vollendeten Decorationsgegenstände vergegen-wärtigt dem Beschauer die comfortable Einrichtung eines eng-lischen Edelsitzes oder Cottage. Dem Briten ist nun einmal

ein behaglicher Wohnraum ohne Kamin nichtdenkbar und wird daher in England auf diesenTheil der Zimmerarchitektur der reichsteSchmuck der decorativen Kunst verwendet.Ein schönes Exemplar echt englischen Ge-schmacks ist der von Minton, Hollins & Co.,Stoke-upon-Teent, ausgestellte, mit kunstvollbemalten Fliesen bekleidete Kaminmantel, aufdessen poesievollen Bildern das Auge mit wahremVerernüeen ruht.

Terracotten von Villeroy & Boch, die von den Franzosen alsgres cerame bezeichnet werden, durchaus nicht unter klima-tischen Einflüssen leiden. Diese Eigenschaft hat auch dieArchitekten des Trocadero-Palastes veranlasst, die sämmtlichenim Freien aufgestellten Balustren von der genannten Firmazu beziehen. Der ausgestellte Fries mit Hautreliefs, sowie dieBüsten, welche die bairische Regierung für das neu erbautekunstgewerbliche Museum in München angekauft hat, sindgleichfalls Erzeugnisse derselben. Diese Terracotta, die manauch zu Statuen modellirt, kann namentlich für die Architekturder Zukunft eine hohe Bedeutung gewinnen.

Ein hochwichtiger Fabrikationszweig ist die Herstellungkleiner Thonwürfel zur Zusammensetzung der Wandgemäldeund Fussböden im altrömischen Stil. (Ein Petruskopf war alsProbe dieser Kunst ausgestellt.) Die Würfel werden in ver-schiedenen Formen und Grössen aus vielfarbigem Thonstaubgepresst und zu Steinmasse gebrannt. Die Fabrikation derMosaikplatten ist speciell von der Mettlacher Fabrik geschaffenworden, obwol die ersten Anfänge derselben nicht hier, son-dern in Septfontaines zu suchen sind. Der Gründer der Firma,J. F. Boch, beschäftigte sich vor etwa dreissig Jahren mit demdamals in England aufgekommenen Verfahren, aus Thonstaub