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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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F. BARBEDIENNE, PARIS.

Obgleich die Gegenstände unserer Abbildung nichtzu denjenigen Erzeugnissen Barbediennes gehörten,welche auf den ersten Blick imponiren und fesseln,wie er deren mehrere grossartige Werke ausgestellt

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hatte, u. a. eine prachtvolle Uhr im Stil Eranz I., soverdienten auch diese kleineren und nur in der Massedes Gebotenen unscheinbaren Gegenstände Beachtungund liessen bei näherer Betrachtung neben der Formen-

schönheit eine vollendete Technik erkennen, in der sich die Meisterschaftdes Künstlers offenbarte. Barbedienne bewährt sich auch darin alseiner der ersten Kunstindustriellen Frankreichs, dass er den einfacheren

Gefässen eine edle Form und Verzierung gibt und ein richtiges Ver-ständnis» dafür beweist, wie man den Kunstgeschmack hebt und bildet.Häufig der Antike entlehnt, sind die Formen und IJecorationen seiner

Vasen gleichwol eigenartig und verrathen die Mitwirkung des feinge-bildeten Künstlers, der nicht gedankenlos copirt, sondern sich dieSchönheit der Vorbilder zu eigen macht und neu aus sich heraus schafft.

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Wie nahe die Gefässkunst allen Bedürfnissen und Gewohn-heiten des Menschenlebens steht, mag sich dasselbe auf derniedrigsten Stufe der Cultur oder auf der Höhe der Civilisationbewegen, das zeigt am besten die Vielseitigkeit, um nicht zusagen Allseitigkeit ihres Auftretens auf der Weltausstellung.In der That ist kaum ein Land, sei es im fernen Osten oderim entlegenen Westen, im brennenden Süden oder im eisigenNorden, das nicht seinen Beitrag gesendet hat. Aus Persienund Siam, Tunis und Marokko, aus den Vereinigten Staatenwie aus den südamerikanischen Republiken und aus Victoria

in Australien finden wir Arbeiten in gebranntem, glasirtemund farbigem Thon. Diese patriarchalische Kunst erscheint unswie ein altehrwürdiger Baum, der seine Aeste über die ganzeErde ausbreitet, und dessen frisches, kraftvolles Wachsthumuns hoffen lässt, dass er noch Jahrhunderte lang Blüten trei-ben und das sittlich veredelnde Element des Schönen in sei-nen Erzeugnissen vor unsern Augen verkörpern wird.