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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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A. DÜRENNE, PARIS.

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In der, Herstellung der feinen Eisengussarbeiten ist wol Durenke, Paris, den andernfranzösischen 1 irmen überlegen ; seine Statuen und Statuetten, Fontainen und grossen Cande-laber, von denen er eine ansehnliche Sammlung hatte, zeigen alle jene Eleganz und ein wenig

kokette Grazie des französischen Künstlers, sowie Gewandtheit des Entwurfs und der Model-lirung; in der Ciselirung und Emaillirung sind sie gleich vorzüglich, und es thut einem dieWahl weh, wenn man das Schönste bezeichnen soll. In den kleinen Vasen, Schalen, Kannen u. dgl.

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erreicht Durenne freilich nicht ganz die wunderbare Feinheit, welche die berühmtenEtablissements anderer Nationen ihm überlegen macht, aber auch nur die grössten ver-mögen ihn hierin zu übertreffen. Unsere Abbildung gibt einige wenige Beispiele seiner

kleineren und daher nicht bedeutend-

sten Arbeiten, denen allerdings

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immer noch grosse Schönheit der

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Form und Technik nachzurühmen ist.

Das Glas.

Es gibt wol wenige kunstgewerbliche Zweige, in denen inso klarer und bestimmter Weise die beiden Richtungen allesindustriellen Strebens — die künstlerische und die commercielle— zum Ausdruck kommen wie in der Glasfabrikation, und aufwenigen Gebieten hat bisher die Handarbeit so siegreich ihrRecht behauptet. Die Geschichte des Glases umfasst wie dieder Keramik ein grosses Stück Culturgeschichte und noch heuteist dasselbe für die geistige Entwickelung der Menschheit vonhoher Bedeutung. Fast alle Wissenschaften haben dieser Er-findung ihre glänzendsten Resultate zu danken und ebenso hat

das Glas der decorativen Kunst gedient, die sich an seinerGestaltung und Verzierung erst entwickelt hat.

Ueber den Ursprung der Glasmacherkunst herrschen vieleZweifel; nur soviel scheint gewiss, dass derselbe viel weiterals . ein Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurückreicht.Die bekannte Erzählung des Plinius, nach welcher phönizisclieKaufleute durch den Zufall auf diese Erfindung geführt wurden,ist längst als Fabel erkannt worden, da das Glas niemals imfreien Feuer aus seinen Bestandtheilen zusammengeschmolzenwerden kann. Mit grösserer Wahrscheinlichkeit dürfen ägyp-tische Priester als die Erfinder desselben gelten (doch sollendie Chinesen schon 2000 Jahre v. Chr. eine ausnehmende Ge-

PARISER WELTAUSSTELLUNG. I.

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