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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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NATIONAL -MANUFACTUR, BEAÜYAIS.

Es bleibt die höchste Aufgabe der Ornamentik, die harmo-nische Fülle einer geläuterten Gefühlswelt durch den geistigbeherrschten Stoff zur Erscheinung zu bringen. Form undFarbe sind im Reiche der Schönheit nahezu unzertrennlich, so

ung. Das erste mit Bordüre in mattem Magentarotli zeigtauf hellem Grunde reiche Blumenguirlanden, wie auch dasMittelmedaillon mit der Mädchengestalt von einem Blumenkranzumrahmt wird. Das zweite Muster trägt auf gelbem Grunde

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verschieden sie ihrem Wesen nach sein mögen. Wo sie inhöchster Vollendung sich vereinen, da wird unser ästhetischesVerlangen am vollkommensten befriedigt; denn trotz der ma-teriellen Richtung des Zeitgeistes feiert das Schöne noch immer

eine Gruppe musikalischer Instrumente mit verschiedenfarbigenBlüten und einer Einfassung von blühenden Fliederzweigen.Das Dritte, als Paneel für den Luxembourg gezeichnet, stelltauf blauem Grunde ein Gefäss mit Fruchtzweigen des Weinstocks

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seine Triumphe. So üben die altberühmten Gobelins von Parisund Beauvais auf der Weltausstellung ihren mächtigen Zauberund nicht nur auf die Frauenwelt. Von den Gobelins vonBeauvais bringen wir einige weitere Muster zur Anschau-

dar. Diese allgemein bewunderten Arbeiten vereinigen diezarteste, kunstsinnigste Farbenmischung, reizende Zeichnungund vortreffliche Ausführung miteinander.'

päte. Höchst lehrreich ist ein Vergleich beider Verfahrungs-weisen, zu welchem die Ausstellung einerseits in den gravirtenReliefs der Glaskünstler, anderseits in den Erzeugnissen Min-ton’s und der Fabrik von Sevkes Gelegenheit bot. BeideDecorationsmethoden sind nur für die höchste Feinheit derOrnamentation anwendbar; beide haben seit ihrer Einführungbedeutendes Aufsehen gemacht und beide werden sich voraus-sichtlich in Folge ihrer Entwicklungsfähigkeit lange in Gunsterhalten, darf doch der grösste Bildhauer nicht verschmähen,in so schönen Stoffen wie Porzellan und Krystallglas zu arbeiten.

Die Firma Webb (die grösste der englischen Abtheilung),welcher der grosse Ehrenpreis zuerkannt wurde, hat durch

ihre Ausstellung aufs neue dargethan, was sie in der Ueber-windung technischer Schwierigkeiten, wie dieselben durch dieGrössenverhältnisse mancher ihrer Ausführungen bedingt waren,zu leisten vermag; allerdings liess die künstlerische Darstellungder Details öfters zu wünschen übrig. Eine kleine Vase zeigteden Fries des Parthenon im Relief gravirt; günstiger wirktederselbe Gegenstand in vertiefter Gravirung als Decorationeines Krystallkruges; O’Fallon, der artistische Leiter derFirma, hatte sich in den verschiedensten Stilarten versuchtund sich namentlich für die Einführung des gothischen undceltischen Stils bemüht. In der Art der böhmischen über-fangenen Gläser hat die Firma reizende Neuheiten geschaffen,