192
MARSHALL & CO., EDINBURG.
Auch in den hier abgebildeten Arbeiten der EdinburgerFirma Marshall & Co. ist die pietät-
diese Arbeiten vorzugsweise dazu bestimmt, Ausländer anihren Aufenthalt in Schottland zu
schottischen Juwelierkunst pflegt. Ausgesprochenermassen sind | werthvolles Andenken an die Heimat zu sein.
Wirkung, doch nur als eine nette Spielerei zu betrachten.Wien stellte Krystallgläser mit farbigen Netzverzierungen imaltvenetianischen Stil aus, andere mit weiss und blauen gold-eingefassten Emailornamenten in französischer Renaissance, wie-der andere mit blaulasirten oder bunten Rococofiguren odermit leicht schattirten Malereien auf Emailgrund, theils Ra-phael’schen, theils französischen Gemälden mit Geschick ent-lehnt, — lauter Objecte, deren Ausführung der Technik desGlases vollkommen entspricht.
Die Firma J. & L. Lobmeyr, deren Einfluss seit einer Reihevon Jahren die böhmische Glasindustrie beherrscht, hat auch
im Jahre 1878 durch ihre Ausstellung gezeigt, was sich mitkünstlerischen Mitteln aus dem schönen Stoff schaffen lässt.In ihren Leistungen ist durchgängig das Bestreben erkennbar,selbst dem einfachsten Gefäss die edelste Form zu geben unddie Zeichnung der Ornamente der Eigenthümlichkeit des Ma-terials anzupassen. Die schön geschwungenen Linien tretennamentlich an den Krystalllustres hervor, bei denen manfrüher nur auf den Glanz und das Lichterspiel zu sehen ge-wohnt war, und an den farbigen Gläsern, bei denen manFormenschönheit ganz zu vermissen pflegte. Auch diesmalbrachte die Firma eine Anzahl wohlgelungener Neuerungen,