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CAMM BROTHERS. BIRMINGHAM.
Glasmalereien und gemalte Fliesen in schöner Auswahlhatten u. a. Camm Brothers, Birmingham, zur Ausstellung ge-bracht. Von letzteren geben wir zwei Ausführungen wieder,
Farbengebung, die nicht minder schön an dem Querstück desgemalten Fensters hervortritt, welches König Arthur’s Tafel-runde in wohlgelungener Durchführung abbildet, indem dabei
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die jede im Mittelfeld eine anmuthige Frauengestalt darstellen,die übrigen Felder aber enthalten Frühlings-, Sommer-, Herbst-und Winterblumen als Symbole der vier Altersstufen des
Tennyson’s herrliche Dichtung „Idylls of the King“ zumVorwurf gedient hat. In den Glasmalereien wie in den hübschdecorirten Fliesen präsentiren sich uns zwei Zweige der Kunst-
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menschlichen Lebens. Die Glasmalerei der beiden Fenster-bogen hat das Gleichniss von den thörichten und den klugenJungfrauen zum Gegenstand und zeigt eine mass- und stilvolle
industrie, die in England mit besonderer Vorliebe und nichtminderem Erfolg gepflegt werden, wie dies auch die be-schriebenen Gegenstände bekunden.
luciden Emailornamenten reich ausgestattet und vergoldet, dieseGeräthe ungemein vornehm erscheinen lässt, ebenso ein Krugsammt Becher und Platte, mit echten Steinen und feinenPerlen besetzt, der von Lobmeyr dem Municipium von Wiengeschenkt wurde, um bei festlichen Gelegenheiten den Gästenden üblichen Willkommtrunk zu reichen.
Auch von anderen Ausstellern sahen wir schöne Arbeitenmit mehr oder minder reicher Gravirung, mit figuralen Orna-menten nach sorgfältig gewählten Vorlagen, in denen derNaturalismus fast zu ängstlich vermieden war. Die Beliefswaren hier von den besten Bildhauern vorgearbeitet und cha-rakterisirten sich durch feine Modellirung der Gestalten und
Gewänder als wirkliche Kunstleistungen. Was richtige Ver-hältnisse, feine Linien und zarte Gliederung betrifft, -war inder ganzen Ausstellung kaum Besseres zu finden. Moser inKarlsbad, Ullrich in Wilhelmsthal, (Mähren), Rasch in Meisters-dorf und Ulrichsthal in Böhmen (letztere Firma hat eine Filialein der indischen Hauptstadt Bombay) zeigten grosse Mannich-faltigkeit in der Decoration ihrer Gläser, reizende Filigran-arbeiten, bei denen allerdings die Gefahr der Ueberladungnahe lag, Vergoldungen mit reichem Emailschmuck, unterwelchem das Glas kaum erkennbar war. Andere Verzierungenin weissem Email auf schwarzem Grunde erinnerten an diePortland-Vase oder auch an die schönen Grisaille-Arbeiten von