NATIONAL-MANUFACTüR, BEAUVAIS. — GüfiRET JEUNE & CO., PARIS. — TH. JONES, LONDON. 207
Auch an dieser Probe der Kunstarbeit von Beaüvais be-wundern wir die reizvolle Zeichnung und die geschickte Aus-
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führung, durch welche die sowol der Kunst als der Naturentnommenen Ornamente sinnig geordnet zum gefälligstenZimmerschmuck vereinigt sind. —
ehrenvoll vertreten war, brachte die hier abgebildete Uhr,deren Schnitzerei die vollendete Meisterschaft bekundet. —
Von den mannichfaltigen Luxusgegenständen, die von Jonesausgestellt waren, wählen wir für unsere Abbildung zwei silberneToilettenkasten, die durch den Reichthum der Ornamentirung
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Die Firma Gueret, eine derjenigen, durch welche die fran- I mit den Erzeugnissen der französischen Kunstindustrie riva-zösische Kunsttischlerei schon auf früheren Weltausstellungen | lisiren.
Rococo-Periode kommt die Prachtliebe Ludwig’s XIV. undseines Hofes zur Erscheinung; die Zeichnung dieser Möbelerinnert durch die mannichfachen Verbindungen der Linien andas wechselvolle Spiel der Arabesken. Der Schöpfer diesesprunkvollen Stils war Boule, der grösste Meister seiner Zeit,dessen Genius die Prachtmöbel für die Musteranstalt derGobelins schuf. Er hat zuerst in bisher unübertroffener Weiseden reichsten Schmuck der Holzarbeit mit dem Reiz des cise-
lirten Metalls zu vereinigen gewusst. Bei den eigentlichenBoule-Möbeln ist die Einlage von Schildplatt, die anmuthigeZeichnung in incrustirtem oder gravirtem Kupfer ausgeführt,doch wird statt des Schildplatts auch Horn, Elfenbein, Perl-mutter oder Holz eingelegt und das Muster in Gold, Silberoder Zinn hergestellt. Durch Einfassungen und Verzierungenin Metall wurde die Wirkung solcher Prachtstücke, an denennicht selten zwölf verschiedene Kunsthandwerker zu arbeiten